Sarrazin bekommt Ärger
Geschrieben von: Adel Safadi Donnerstag, den 01. Oktober 2009 um 15:25 Uhr
Die Staatsanwaltschaft prüft, ob gegen Thilo Sarrazin (Bundesbankvorstand) ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung einzuleiten ist. Denn er kann es einfach nicht lassen. Von Zeit zu Zeit hat der Ex-Finanzsenator aus Berlin eine Eruption, ähnlich einem Vulkan. Dann lässt er heiße Luft und einen Schwall Schlamm heraus – wobei der Vergleich nicht ganz stimmt, denn bei einem Vulkan handelt es sich bekanntlich um ein Erdloch…
Früher dachte man: „Gut, Berlin hat es nicht anders verdient“, doch ist Herr Sarrazin nun schon seit Monaten nicht mehr in der Stadt und sollte sich längst um ganz andere Dinge kümmern. Noch dazu um so wichtige Dinge wie unser Geld. Das scheint ihn allerdings nicht zu interessieren – denn eher scheint ein Kamel durch’s Nadelöhr zu gehen, als dass sich Herr Sarrazin professionell seiner Aufgabe annimmt.
Vielleicht lässt man ihn aber auch gar nicht in der Bundesbank, aus Angst, es käme dann nur noch schlimmer mit der Währung…? Wie dem auch sei. Man wundert sich, warum ein Mensch, der seine Arbeit derart schlecht macht und sich noch nicht einmal dem Anschein nach um Weiterqualifikation bemüht, den Mund so weit aufmacht. Das Problem Berlins sei die Geburtenstärke seiner plebejischen Unterschicht. Als waschechter Berliner Plebejer kann man ihm darauf nur erwidern, dass das Problem eher im genauen Gegenteil besteht: in einer völlig degenerierten Oberschicht, die anscheinend keinen mehr so richtig hochkriegt! Auf jeden Fall nicht mehr hoch genug, als dass es für die Zeugung von genügend Patriziern ausreichen würde.
Doch weder das eine, noch das andere ist richtig. Würde Sarrazin etwas vom Geld verstehen, dann wüßte er um den Wirkungsmechanismus des Zinses, der unserem Geld immer noch anhaftet. Es ist die scheinbare Selbstvermehrungskraft des Geldes, die aus immer mehr anständigen Leuten die verarmten Plebejer werden lässt, die sich in Wärmestuben und Essensausgabestellen der Hauptstadt drängen. Ganz so wie im alten Rom. Sogar aus reichen Leuten macht der Zinsmechanismus zunehmend arme Menschen, nur die kleine Schar der „Superreichen“ wird immer noch reicher. Monopoly eben.
Reiche Menschen entstehen nicht beim Sex. Müsste das nicht wenigstens einem Vorstandsmitglied der deutschen Bundesbank klar sein? Anders herum gefragt: was soll aus unserer Hauptstadt und unserem Land werden, wenn man in einer für uns alle so wichtigen Institution wie der Bundesbank die Posten mit Personen aus der intellektuellen Unterschicht besetzt?
























