Das Ende des Euros - und was nun?

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Ein Text für Freigeld-Kenner

An einer finalen Inflation des Euro führt kein Weg vorbei. Eine Umlaufsicherung könnte diese nur anheizen, nicht verhindern. In der Deflation wird das Warenangebot zurückgefahren, während der Geldvorrat nochmals hochgefahren wird. Wird bei zunehmender Warenknappheit aus dem Geldvorrat das Geldangebot dann haben wir den Salat.
Könnte die Inflation verhindert werden, dann wäre die jahrzehntelange Geldvermehrungspraxis der Notenbanker praktisch folgenlos. Dann sollten die Notenbanker unsere engsten natürlichen Verbündeten sein. Und sie sollten ihren unverdient akzeptablen Ruf mit Umlaufsicherungshilfe retten wollen.

Die Lösung ist die dezentrale Einführung von Freigeld von "unten" (privat). Während und nur während der Deflation. Die Geldausgabe, die Währungspolitik kann und sollte vollständig unabhängig vom Staat funktionieren. Dafür braucht es noch Aufklärung. Der Staat ist an einer stabilen Währung interessiert. Der Staat verliert in der Hyperinflation seine Glaubwürdigkeit.
Alle Ziele des Staates werden verfehlt, wenn die Währung abschmiert. Er verliert seine Glaubwürdigkeit bereits während der Deflation. Und seine Existenzgrundlage. Seine Entscheidungsvollmachten sind an das Vorhandensein von Mitteln (Geld) gebunden. Der Staat wird deshalb in einer schweren Deflation auch ein anderes Geld akzeptieren.
"Schlechtes Geld" (Freigeld) als Steuern, sind besser als keine Steuern. "Gutes Geld", das während einer Deflation nicht den Weg ins Staatssäckel findet, nicht über Steuern, nicht über Anleihen, kann nur gedruckt werden.

Der Staat kann sich bei vollem Bewußtsein mit der Notenpresse sein eigenes Grab schaufeln, oder er kann Freigeld akzeptieren, wenn er es versteht. Das würde allerdings zu grundlegenden Reinigungsprozessen innerhalb des Staates führen.
Dann wird er nicht wie einst in Österreich gegen die Partisanen vorgehen. Das wird er auch besonders dann nicht, wenn Freigeld nicht auf einen Ort mit ein paar Tausend Einwohnern begrenzt bleibt. Zig oder Hunderte von Wörgls können nicht mehr zurückgerufen werden. Entstehen über die Freigeldverwendung wieder Arbeits- und Erwerbsmöglichkeiten wird die Katastrophe mit Freigeld abgewendet, dann haben sich die Erwartungen an den Euro soweit relativiert, dass sich alle leicht(er) von ihm trennen können.

Die Frage ist, wie kann eine solche Verbreitung gelingen, die den Aufbau einer entsprechenden dezentralen Infrastruktur begleiten sollte. Beides sind heroische Aufgaben.