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Es ist schwierig, einen Trieb mit Wissen in Verbindung zu bringen. Verbindet doch die ganze Welt gerade unsere Triebe mit der Abwesenheit von Kultur, Erziehung und Bildung.

Hier haben wir es mit einem unserer kollektiven Denkfehler zu tun, der uns noch teuer zu stehen kommen wird. Denn zurzeit vernichten wir uns gegenseitig, um uns selbst zu erhalten. Das kann nicht zielführend sein. Das ist unnötig dumm. Keiner wird doch rückwärts gehen, weil er vorwärts gehen will. Oder hinauf aufs Dach, wenn er in den Keller will. Was unseren "Selbsterhaltungstrieb" angeht, verfahren wir aber exakt so, wenn wir ökonomische Gesetzmäßigkeiten ignorieren, die auf Dauer sowohl der Selbst- als auch der Arterhaltung entgegenstehen.

Die rasant galoppierende Verarmung breiter Bevölkerungsschichten überall auf der Erde bringt Raub, Diebstahl und Mord mit sich. Dafür sorgt der "Selbsterhaltungstrieb" der einen. Um sich vor diesem Selbsterhaltungstrieb "der anderen" zu schützen, hat man vielerorts auf der Welt die Möglichkeit, sich in Sicherheitszonen mit anderen Reichen zusammenschließen. Unüberwindbare Mauern, elektrische Zäune, Videoüberwachung, Sicherheitsexperten vom Mossad, eigene Bewaffnung, Selbstschutzabkommen mit der Regierung – zum Beispiel in Mexiko. Weil man einfach nur in Ruhe mit seiner Familie leben will, igelt man sich als reicher Mensch in Ghettos ein und bezahlt horrende Summen für Sicherheit und Schmiergelder. Wenn andere von "draußen" in das Ghetto eindringen, um zu stehlen - bereit  zu morden, um sich "selbst zu erhalten" – dann ist man ebenfalls bereit zu morden, auch um sich "selbst zu erhalten".

Es sieht nicht so aus, als könnten schärfere Gesetze, mehr Gefängnisse, höhere Mauern und höhere Strafen, mehr Polizei, mehr Gottesgläubigkeit und weniger Egoismus uns Menschen aus diesen Verwicklungen herausführen.

Und warum nicht? Ganz einfach, weil wir zwar wissen, dass das gegenseitige Morden von der Wirtschaft herrührt, die völlig schief läuft und für Massenarbeitslosigkeit, Massenelend, wirtschaftliche Zusammenbrüche rund um den Globus sorgt, doch so handeln, als wüssten wir dies nicht. Obwohl wir es jedem, der uns interviewt, ins Mikro sprechen: „Die Wirtschaft spielt verrückt, sie macht uns alle kaputt!“ Und dann drehen wir uns um und überlegen, wie wir für mehr persönlichen Schutz sorgen können, wie wir unsere Vermögen retten können, wie die Gesetze aussehen müssten, damit sich alles endlich einmal ändert. Wir sinnieren, dass die Menschen endlich aufhören müssten gierig zu sein und wer die richtigen Politiker sein könnten, die endlich bessere Gesetze für uns machen…Über alles denken wir nach - nur nicht über die Wirtschaft und ihre Gesetzmäßigkeiten.

Dabei ist zumindest in unseren Breitengraden eines klar: Noch sind wir nicht ganz am Ende angelangt und so gibt es immer noch Vermögen, die umverteilt werden. Noch gibt es Menschen, die etwas haben und denen es genommen werden wird. Denn die Marschrichtung steht fest: keiner wird verschont werden, egal, wie reich und vermögend er ist! Die Wirtschaftskrise wird es sich nicht eines Tages überlegen und zu sich selbst sagen: „Mach mal ne Pause und gib den Menschen einen Chance“. Die Wirtschaftskrise ist auch keine ansteckende Krankheit, gegen die es einen Impfstoff gibt.

Tja, was ist sie dann, die Wirtschaftskrise?

Sollte man wissen wollen, wenn man nicht zu jenen gehören will, die keinen Widerspruch darin erkennen, dass sich Menschen - um sich "zu erhalten" - gegenseitig umbringen. „Das kostet doch das Leben“, möchte man da zaghaft in die Diskussion einwerfen.

Die Wirtschaftskrise ist unser Problem. Das Problem haben wir hier beschrieben. Das Problem müssen wir ursächlich lösen, sonst werden wir immer weniger Menschen, je mehr wir uns erhalten wollen. Die Lösung steht hier. Um das Problem tatsächlich zu erfassen, lohnt es sich, den Text nochmals zu lesen. Um die Lösung zu verstehen, lohnt es sich, den Text auch noch mal zu lesen. Oder andere Texte. Zum Beispiel diesen hier.

Wir müssen zu Wissen gelangen, wie die Wirtschaft krisenfrei für alle Menschen dieser Welt gestaltet werden kann. Das ist kein Wunschtraum. Das ist nur eine Frage von Know How. Das liegt auch nicht in weiter Zukunft, denn lange vor der Zukunft sind wir weg vom Fenster, wenn wir so weitermachen. Wir müssen Bescheid wissen über unsere Lebensgrundlagen und wir müssen vor allen Dingen wissen, wie diese zu verwalten und zu organisieren sind, damit der Betrieb für über 6 Milliarden Menschenkinder auch funktioniert. Wenn wir unserem Selbsterhaltungstrieb nachgehen wollen, dann müssen wir mehr darauf achten, etwas in unsere Schädel rein zubekommen, anstatt sie anderen einzuschlagen. Das bringt wirklich nichts. Niemandem. Nicht dem Armen und nicht dem Reichen.

Wer es weiter vorzieht, nichts Genaues über das Geld und die Wirtschaft wissen zu wollen oder zu können, der kann sich noch eine Weile selbst zu den „Guten“ zählen und spenden, was er eben glaubt, abgeben zu können. Manche können sich ja sogar noch Millionenspenden leisten. Das kann er exakt noch so lange machen, wie die Währung einigermaßen hält. Dann ist es aus mit dem guten Menschen. Denn dann muss ja auf Selbsterhaltungsmodus umgeschaltet werden. Dann ist man vor der Pleite dumm und verantwortungslos und danach auch noch. Toll.

Ovid hat einmal gesagt, dass ein reicher Mensch so dumm sein kann wie er will. Das gilt heute nicht mehr. Vorausgesetzt natürlich, wir wollen uns selbst erhalten.

Wer nicht reich ist oder sogar schon arm, der sollte auch keine Zeit mehr vergeuden mit Resignation oder Wut und sich schnell dem Heer der Wissenden anschließen. Das ist das Einzige, was uns vielleicht noch helfen kann.

Jede und Jeder zählt und jede und jeder ist gefragt!


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