.

sagte Kanzlerberater Weidmann vor dem HRE-Untersuchungsausschuss. Bestimmt ist er dabei noch nicht einmal rot geworden. Wahrscheinlich gehört er zu den wirklich Ahnungslosen. Leider aber eben auch zu den Leuten, die unsere Kanzlerin beraten.

Weidmann ist Leiter der Wirtschafts- und Finanzabteilung des Bundeskanzleramts. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Leiter der Wirtschafts- und Finanzabteilung des Bundeskanzleramtes. Und dieser Leiter hatte keine Ahnung, dass die Hypo Real Estate auf ein Desaster zusteuert. Wir lassen unsere Grundschüler sitzen, wenn sie nicht ordentlich das Einmaleins aufsagen können, doch Herrn Weidmann bezahlen wir von unserem Steueraufkommen jeden Monat zigtausende Euros an Kanzleramtsleiter-Gehalt.

Wahrscheinlich weiß er momentan auch nicht, dass wir alle auf das Währungsdesaster zueilen. Und wenn es uns ereilt, dann würde er gerne wieder vor einem Ausschuss stehen und beteuern, dass er keine Ahnung gehabt hat. Eines können wir Herrn Weidmann jedoch garantieren: vor so einen Untersuchungsausschuss wird er bestimmt nicht geladen. Denn mit dem Versagen der Währung werden alle Untersuchungsausschüsse überflüssig. Das sind sie heute auch schon, doch das weiß mal wieder keiner in der Regierung. Mit dem Versagen der Währung wird auch Herr Weidmann sich Gedanken darüber machen müssen, wie er die Schüsseln mittags voll bekommt. Dann hat es sich gegen Geld nämlich ausberaten - und ausgekanzlert übrigens auch.

Man kann nicht wissen, was und wen diese Leute erkennen, wenn Sie morgens in den Spiegel schauen. Eines wird ihnen nicht entgegenblicken: das Gesicht eines Menschen, dem bewußt ist, welch wichtige Rolle die Währung spielt und wie abgrundartig sich die Wirtschaft entwickeln wird, wenn die Währungsfrage nicht kompetent beantwortet wird. Herr Weidmann kann morgens, mittags und abends in den Spiegel schauen und immer wird ihm nur einer ins Auge blicken: der Ahnungslose. Hochbezahlt immerhin. Schließlich berät er die Kanzlerin. Die könnte übrigens ja auch mal selbst über Geld und seine Bedeutung in der Wirtschaft nachdenken. Doch das wird sie nicht tun. Vielleicht kann sie es nicht tun, weil sie vor lauter Politik nicht mehr zum Denken kommt. Auf jeden Fall nicht zu logischen Schlüssen und erst recht nicht auf die Lösung.

Und so gehören Herr Weidmann und seine Kanzlerin eben nicht zu den Leuten, die wirklich an einer Verbesserung der Verhältnisse arbeiten. Das kann man ganz einfach an ihren Arbeitsergebnissen ablesen. Und wenn sie für sich in Anspruch nehmen, das Gute selbstverständlich und mit aller Macht zu wollen, dann kann man ihnen auch nur sagen: „Leute, ihr seid unfähig und nicht wirklich zu gebrauchen.“

Doch wie jeder Dorf-Scheich im jemenitischen Bergland sich dagegen sträubt, dass die Dörfer mit Strom und fließend Wasser ausgestattet werden und die Frauen die Ressourcen bewirtschaften  – weil ihn dann niemand mehr schmieren wird – genauso sträuben sich unsere Politprofis dagegen, ihre Ahnungslosigkeit einzugestehen und den Weg für Lösungen freizumachen, die allen zugute kommen werden.

Nur eine ordentlich gemachte Währung ist erforderlich, damit die Wirtschaft wieder zum Wohl für alle funktioniert. Doch das kann keiner aus der Politik zugeben. Wer würde denn dann noch richtig viel Steuergeld auf sie verschwenden? Und so müssen sie alle bei der Behauptung bleiben, dass sie keine Ahnung haben, denn mit dem Euro muss doch alles in Ordnung sein. Und wer hätte schon damit rechnen können, dass die bei der HRE so verteufelt gierig und schamlos sind und uns damit den schönen Kapitalismus verderben.

Es muss ein Bericht wie der vom HRE-Untersuchungsausschuss gewesen sein, der Heinrich Heine dichten ließ: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht“. Dem können wir uns nur anschließen, meinte Monsieur Heine damit doch auch nur die herrschende Klasse und ihre Büttel im Parlament.

 

Share

Banner

FacebookMySpaceTwitterDiggDeliciousStumbleuponGoogle BookmarksRedditNewsvineTechnoratiLinkedinMixxRSS FeedPinterest

Wer ist online

Aktuell sind 11 Gäste und keine Mitglieder online

News

  • First parts of the content of this website are now available in english language. In the upcoming time we will translate more and more of the vital economic informations we offer on our pages into various languages. In the moment the following articles are at your disposal:

    Our mission
    The problem
    The solution

Zum Seitenanfang