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Es könnte absolut friedlich und zivilisiert in unserer Welt zugehen, wenn unsere Handels- und Tauschbeziehungen in Ordnung wären. Wenn jeder Mensch, jede Familie, jeder Betrieb, jedes Land und jede Nation auf dem Handelswege an das, was gewünscht und gebraucht wird, gelangen könnte. Wenn sich alle das kaufen können, was sie gerne haben wollen, wozu müsste man sich dann noch gegenseitig das Wasser abgraben oder sich die Köpfe einschlagen?

Doch unsere Realität sieht anders aus. China und die USA schliddern gerade einem ausgewachsenen Handelskrieg entgegen: 35 % Importzölle auf chinesische Reifen? Okay, dann gibt es aber auch heftige Maßnahmen gegen US-Autos und amerikanische Geflügelprodukte seitens der Chinesen. Deutschland subventioniert Opel und Magna macht den Deal? Da muss sich Herr Piech aber schwer überlegen, ob er nicht die Handelsbeziehungen zu Magna abbricht. Tit for tat. So geht es zu. Doch das zählt leider nur unter die Rubrik „Vorgeplänkel“. Denn Handelskriege wachsen sich oftmals zu militärischen Auseinandersetzungen aus. Schwierigkeiten in den Handelsbeziehungen führen zu Handelskriegen und diese dann zu richtigen Kriegen. So will es die Chronologie des Kapitalismus.

Doch die Ursache für die militärischen Schläge, unter denen die Völker immer wieder zu leiden haben, erblickt man nicht in den gestörten Handelsbeziehungen. Nein. Man glaubt, es würde Krieg geführt werden, weil die einen sich gen Mekka zum Beten verneigen, die anderen den Gekreuzigten anbeten und wieder andere gar nicht beten. Man glaubt, die Völker könnten sich nicht verstehen, weil die einen chronisch faul und die anderen herrschsüchtig wären. Oder weil die einen ihr Volk schon in der Schule einlullen und in Wahlkämpfen zur Wahlurne scheuchen, die anderen lieber noch auf die bewährte Methode der Einschüchterung setzen. Weil in einem Teil der Welt mit bösen Buben lieber kurzer Prozess gemacht wird, drei Breitengrade weiter der Deliquent aber jahrelang in fensterlosen 6 Quadratmetern auf den Termin mit dem Scharfrichter zu warten hat.
Wir glauben, es gäbe Krieg, weil die anderen böse und schlecht und wir gut und rechtschaffen sind. Das glauben alle. Doch wenn es wahr wäre, dass uns unsere Unterschiede in den Krieg zögen, wie kann dann das Reisegewerbe so viele Umsätze machen? Wieso ist dann der Urlaub für viele am besten, je weiter weg er stattfindet und je anders es am Urlaubsort ist? Je unterschiedlicher das Land, die Leute, ihre Sitten und Gebräuche?

Es ist nicht so, dass uns unsere Unterschiede zum Krieg treiben. Unsere Unterschiede sind das, was die Welt bunt, aufregend und unendlich vielfältig macht. Einfältig hingegen ist unser Geld, das unsere Handels- und Tauschbeziehungen organisieren soll. Einfältig sind auch jene, die sich rühmen, unsere „Währungshüter“ und unsere Politiker zu sein. Einfältig sind wir selbst, so lange wir an den Unsinn mit der Unausweichlichkeit kriegerischer Katastrophen glauben und an die Schicksalshaftigkeit volkswirtschaftlicher Prozesse.
Wie lange wollen wir uns noch gegenseitig und damit letztlich selbst vernichten, um auf dem Wege der Gewalt an all das zu gelangen, das wir aus dem Besitz und der Verfügungsgewalt anderer brauchen, um selbst zu überleben? Wie lange wollen wir noch „in Rüstung machen“, um noch mehr bedruckte Papierzettel rund um den Globus zu schicken, damit sie mit noch mehr Nullen heimkehren?

Die Welt könnte friedlich sein. Wenn unsere Handelsbeziehungen dies erlaubten. Früher haben wir als Menschheit erkannt, dass Muscheln, Felle, Salz, Tee, oder auch Gold große Nachteile als Tauschmittel mit sich brachten. Und wir haben nachgebessert. Bis wir auf das Papier zur Geld- und Tauschmittelproduktion kamen. Wenn auch das Papier als Material hervorragend ist, um daraus unser Tauschmittel zu produzieren, so fehlt ihm konzeptionell noch eine Sache, damit es wirklich zu einem perfekten Handelsvermittler wird: Es fehlt im ein aufgedrucktes Ablaufdatum – die Umlaufsicherung auf das Bargeld.

Mit einem solchen Aufdruck rollt der Rubel, wandert der Taler und bringt jede Ware, jeden Rohstoff von jedem beliebigen Ort der Erde an jeden gewünschten anderen Ort. Völlig friedlich und zivilisiert. Doch wenn das Tauschmittel versagt, sich zurückzieht, und sich aus den Geldbörsen der Mehrheit auf die wenigen weltweiten Vermögenshaufen zurückzieht, dann hat die Mehrheit der Menschheit ein Problem: Wie kommen wir an die Dinge, die wir zum Überleben brauchen?

Eine Zeitlang wird es gehen, den Gürtel enger zu schnallen. Eine Zeitlang werden wir uns mit Trickserei und Betrügerei über Wasser halten. Doch der Pegel steigt. Und wenn es anders nicht mehr geht, dann werden wir die anderen schlachten und morden für die Dinge und Ressourcen, die wir nun mal zum Überleben brauchen. Und dabei haben wir noch nicht einmal eine Wahl. Der Überlebenstrieb ist bei uns auf zellularer Ebene beheimatet. Also werden wir andere Menschen töten, nur um zu überleben. Das ist ungefähr genauso logisch wie: „wir bleiben stehen, damit wir weiterkommen“ oder „wir gehen raus, damit wir reinkommen“.

Würde uns das Tauschmittel nicht abhanden kommen, dann müssten wir unseren Alltag weniger barbarisch gestalten und könnten zivilisiert miteinander handeln. Wer würde denn nicht lieber den Geldbeutel zücken und dem Geschäftspartner großzügig ein paar Scheine zum Tausch für dieses oder jenes geben, anstatt ihm mit Verschlagenheit sein letztes Hemd und anschließend auch noch das Leben zu nehmen?

Wir haben die Wahl und wir müssen auch wählen. Wenn wir Frieden für uns und unsere Nächsten wollen, dann müssen wir für funktionierende Handelsbeziehungen sorgen. Und diese Beziehungen kranken lediglich an einem Tauschmittel, das perfekt sein könnte – es aber noch nicht ist. Wie das perfekte Geld aussieht, können Sie hier lesen. Sagen Sie es weiter und fragen Sie sich und ihren Nachbarn, ob Sie nicht auch in Zukunft friedlich miteinander leben wollen…

 

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