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Die Wahl ist vorbei. Wie zu erwarten war, haben sich erneut weniger Menschen zu den Wahlurnen begeben und wie erwartet, sind auch die Ergebnisse ausgefallen: Schwarz, Gelb, Grün und Rot in etwas anderer Mischung.

Wie nach allen Wahlen üblich, wird auf der „Verliererseite“ innerparteilich nun gestritten, wer dieses und jenes Wahldebakel zu verantworten habe. Wessen Kopf nun zu rollen habe und wer, was, wann, wo falsch gemacht hat. Ein paar alte Matadores nehmen den Hut, ein paar jüngere werfen sich in die Arena.

Bei den „Gewinnern“ hat man dafür keine Zeit. Da wird nun ausgedealt, wer auf welchen Posten kommt, wer in welche Etage welches Ministeriums zieht, welche Kompromisse man dort angesichts neuer Seilschaften einzugehen hat, wie viele Moneten aus der Wahlkampfkostenerstattung in den kommenden Jahren fließen werden (dies rechnen auch die „Verlierer“ nach) und ob man einen gepanzerten oder ungepanzerten Dienstwagen in Anspruch nehmen wird. Angela Merkel wird nun sowas wie Mama für Guido sein und Westerwelle darf endlich umsonst ins Ausland reisen. Ob man sich dort darüber freut, sei dahingestellt.

Was anderes ist ja auch nicht zu tun. Was soll denn auch auf diesen inhaltsleeren und „wissensfreien“ Wahlkampf folgen? Pläne und Konzepte, die man nicht hat, brauchen auch nicht umgesetzt zu werden. Für Ideen, die einen ausgegangen sind, braucht man keinen einzigen Schritt zu tun, sie führen nirgendwo hin. Visionen, die man schon lange vor dem Wahlkampf verloren hat, machen kurzsichtig und manchen sogar blind, wozu also der Wahrheit ins Auge blicken? Wer mit seinen Diäten wunschlos glücklich ist, braucht keine Anstrengungen mehr zu unternehmen – für `s eigene Wohlergehen ist ja bestens gesorgt.

Was nun? Two days after?
Stellen wir fest, dass wir weiterhin von fehlgeleiteten Menschen regiert werden, die nicht wissen, was Not-wendig ist, um dem wirtschaftlichen Kollaps zu entgehen. Halten wir fest, dass es nichts bringt, wenn man mit diesen Menschen böse ist oder ihnen gar ihren Posten neidet. Es hilft auch nicht, sie aufklären zu wollen oder mit ihnen das Gespräch zu suchen, da sie an Wahrheit und Erkenntnis nicht interessiert sind. Vielleicht sogar nicht einmal mehr glauben, dass es so etwas überhaupt gibt. Stellen wir weiterhin fest, dass die Probleme, die uns „two days before“ plagten, die gleichen sind wie „two days after“. Und niemand ist in Sicht, der sich dieser Probleme annehmen wird.
Nach wie vor gibt es Viele, die behaupten, sie wüssten, was Phase ist. Wie sich die Dinge entwickeln werden und überdies sei ihnen klar, was zu tun sei. Das war vor der Wahl nicht richtig und ist es heute auch nicht. Ab einem gewissen Punkt wird nun manches Schlag auf Schlag gehen. Das hat aber weder etwas mit den Wahlen, noch mit den gewählten oder nichtgewählten Parteien zu tun. „Capitalism rules“ – that’s it. Und der Zinsfunktion ist es ziemlich wurscht, wer Innen- oder Finanzminister wird.

Vielleicht ist es schwer für Menschen, die sich zu den erfolgreichern Machern, den „Gestaltern“ einer Gesellschaft zählen, einzusehen, dass sich die Milliardenbeträge der spekulativen und gehorteten Gelder durch nichts und niemanden beeindrucken lassen. Dass sie die internationalen Finanzplätze weiterhin abgrasen werden mit derselben Gleichgültigkeit, mit der Schafe eine Weide abfressen. Das muss mancher anscheinend erst erleben. Schade, wenn er dafür erst Außenminister werden muss. Oder Kanzlerin. Oder Professor.

Natürlich hätte man auch in der 9. Klasse aufpassen können und beim Mathematikunterricht etwas über Exponentialfunktionen lernen können. Doch man hat nicht. Und so ist alles beim Alten geblieben, obwohl das deutsche Wahlvolk zu 70% gewählt hat. Und so wird alles weiter seinen Gang gehen, auch wenn dies heißt, dass wir über kurz oder lang ins totale Schleudern kommen. Dies ist keine Prophetie, sondern mathematische Gewissheit!

Spätestens im Schleudergang wird es allerdings wichtig, dass genügend Menschen wirklich verstanden haben, was an unserer Wirtschaft nicht stimmt. Wenn es „rund geht“, dann braucht es ausreichend Leute, die wissen, dass wir nur mit umlaufgesichertem Geld eine Chance haben. Noch eine Runde Kapitalismus wird dieser Planet nicht vertragen. Deshalb bleiben wir bei unserer Forderung nach einem Geld, das nur noch als Tauschmittel eingesetzt wird. Wir bleiben bei unserer Forderung nach einer wirksamen Beendigung der Ausbeutung und Massenverelendung und wir bleiben bei unserer Forderung nach einer monopolfreien Marktwirtschaft.

Die Lösung liegt schon lange auf dem Tisch. Doch eher auf Ihrem Schreibtisch, denn auf dem Kabinettstisch.

 

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