.

Der Jahreswechsel ist eine gute Gelegenheit, sich ein paar weiterreichende Gedanken zu machen. Bis vor kurzem bestanden diese – zumindest im reicheren Teil der Welt – überlicherweise darin, neue Vorhaben zu planen, neue Ziele zu formulieren und neue Herausforderungen anzugehen.

Aktuell sehen die Zukunftsgedanken bei vielen Menschen recht anders aus: „Behalte ich im kommenden Jahr meinen Job?“ „Wird Hartz IV weiter gekürzt?“ „Verliere auch ich meine Ersparnisse?“ „Wann kommt der Crash?“ „Was passiert 2012 mit uns und der Welt?“ Viel Zukunft scheint nicht drin, wenn man sich die Fragen anschaut, die derzeit durch zahlreiche Köpfe schwirren. Zumindest erscheint die Zukunft vielen nicht sonderlich rosig, sondern eher frostig und kühl. Trotz Klimaerwärmung.

Dabei gibt es für viele der Fragen klare Antworten. Doch weil die den Meisten nicht gefallen, nehmen sie lieber mit der Haltung vorlieb, dass man das „so genau doch gar nicht wissen“ könne und es ja schließlich „früher auch schon Krisen gegeben hat, die wir überlebt haben“. Dabei ist eines sicher: In der Zukunft sind wir Menschen frei! Entweder als Barbaren unter Barbaren oder als emanzipierte Wirtschaftsteilnehmer in einem geordneten Wirtschaftssystem, das sich selbst ausbalanciert und jedem einzelnen Menschen freien Zugang zu Geld und Ressourcen ermöglicht.

Es sollte uns allen klar sein, dass die nähere Zukunft keinesfalls lediglich „die Fortschreibung der Geschichte über die Gegenwart hinaus“ sein wird. Denn damit, langsam wie ein Krebs abgekocht zu werden, könnte man ja vielleicht sogar noch leben: Wenn man so peu à peu mit immer Weniger auskommen müsste. Wenn man immer weniger Lohn bekäme, dafür aber länger arbeiten müsste. Wenn immer nur ein bisschen mehr in unserem Privatleben herum geschnüffelt würde und die Steuern schön langsam angehoben würden. Kurz: Wenn wir vom Gang in den Gulag, in den totalitären Überwachungsstaat, so wenig wie möglich mitbekämen und quasi „gemütlich und unbehelligt hinein schlendern“ könnten.

Das allerdings ist das am wenigsten wahrscheinlichste Szenario, selbst wenn die Vergangenheit öfters mal so ausgesehen hat. Wer sollte denn all die Millionen und Milliarden Menschen in Schach halten? Wie sollten Megacities mit zigmillionen Einwohnern per Gewalt gemanagt werden? Wer könnte all den Menschen, die im Laufe der letzten Jahre und Jahrzehnte einen unvergleichlichen Individualisierungsprozess durchlaufen haben, jetzt mit Gleichmacherei und Gleichschaltung beikommen? Viele Politiker, die auf die bekannten „Regulierungsrezepte“ setzten, haben nicht selten das sechste oder siebte Lebensjahrzehnt schon hinter sich gelassen. Wie viele Fünfzehn- bis Zwanzigjährige kann solch ein Mensch wohl kontrollieren und beherrschen? Nein. Dieses Szenario ist völlig illusionär und irreal.

Die Zukunft ist frei – und wir haben jetzt darüber zu entscheiden, ob diese Freiheit barbarisch oder zivilisiert sein wird! Wenn die Zukunft barbarisch frei sein soll, dann müssen wir nicht viel tun. Oder gerade nur das, was wir bisher auch immer taten. Denn dann läuten wir nicht jene Veränderungen im Geldwesen ein, die uns endlich ein funktionierendes Tauschmittel bescheren. Und ohne ein solches wird die Weltwirtschaft zusammenbrechen und jegliche Ordnung hinweg fegen. Dann wird gefressen, was einem zwischen die Kiemen kommt und auch Uniform und Dienstausweis werden daran nichts ändern.

Oder aber wir verstehen wie wichtig ein funktionierendes Geld für den Erhalt der internationalen Arbeitsteilung und die Aufrechterhaltung der Produktivität ist und lernen, den noch verbliebenen Fehler in unserem Geldwesen auszumachen und zu korrigieren. Ein Tauschmittel, das keine Zinsen mehr generiert, taugt nicht mehr zu Monopolbildung, Ausbeutung, Korruption und Umverteilung von arm zu reich. Ein solches Geld zerstört die Wirtschaft nicht länger durch Deflation und Inflation. Wenn uns diese Währungskrisen aber nicht mehr heimsuchen – was wird dann aus uns werden? Wie werden wir ohne Währungszerrüttung und systemische Verelendung leben? Wie gestaltet sich unser Alltag, wenn Verträge wieder voller Vertrauen geschlossen werden können und alle Ersparnisse kaufkraftstabil erhalten bleiben? Was passiert mit uns, wenn keiner Geld zur Seite schaffen muss, um seine „Überlebenschancen“ zu vergrößern? Oder nicht mehr rauben muss, um an lebensnotwendige Dinge zu gelangen?

Was für Unternehmer werden das sein, die nur noch wirtschaftlich arbeiten müssen und keine Extrarendite für die Geldgeber aus dem Betrieb abzweigen müssen? Wie viele gute Ideen werden umgesetzt werden können, wenn ausreichend Kapital ohne tödliche Zinszahlungen zur Verfügung steht? Wie frei und emanzipiert werden alle Menschen sein, wenn sie ihren vollen Arbeitsertrag erhalten, frei über ihn verfügen können und nur noch überschaubare Steuerbeträge vom Verdienst abzuführen sind? Wie gut werden Kinder, alte Menschen oder kranke Menschen versorgt werden können, wenn es keinen allgemeinen Mangel mehr gibt? Wie viele begabte Schauspieler, Rapper, Musiker, Sprayer, Bands, Spieleentwickler, Maler, Liedermacher, Texter, Schriftsteller, Designer, Tierfreunde, Pflanzenfreunde, Sternengucker und Astrophysiker wird eine Gesellschaft ernähren, in der sich allgemeiner Wohlstand dauerhaft etabliert? Kurz: Wie zivilisiert und human wird sich eine derart aufgestellte Gesellschaft entwickeln?

Müssen wir angesichts dieses möglichen Ausgangs der Geschichte tatsächlich mit den finstersten Trieben des Menschen auf breiter Front rechnen? Im Grunde genommen ist doch alles recht einfach: Die Zukunft ist das, was noch nicht stattgefunden hat. Jeder Ausgang der Geschichte ist denkbar. Je nach dem, für welchen Ausgang der Geschichte wir uns entscheiden, werden wir die Weichen in der Wirtschaft stellen. Das Wissen, wie die Weichen für ein grandioses und spektakuläres drittes Jahrtausend zu stellen sind, ist verfügbar. Zum Beispiel auf unseren Internetseiten. Viele Menschen müssen darüber noch informiert werden – nicht alle, aber doch hinreichend viele.

Jeder Mensch, dem nicht schon beim bloßen Gedanken an Freiheit der Angstschweiß auf die Stirn tritt, ist qualifiziert genug, um für den positiven Ausgang der Geschichte einzutreten und zu werben. Niemand kann wissen, ob es nicht gerade seine Person ist, auf die es im letzten Moment ankommt. Daher kann auf keinen verzichtet werden, wenn es darum geht, die richtigen Lösungen einzufordern. Alle sind wichtig und jeder zählt mit gleichem Gewicht, ob er nun arm oder reich ist. Unternehmer oder Angestellter, Mann oder Frau, deutsch oder britisch, chinesisch oder pakistanisch, oder, oder, oder...

Damit wir nicht jene sind, die von den anstehenden Veränderungen erfasst und überrollt werden, sondern jene, die Architekten und Gestalter der Veränderungen sind, kann das Motto für 2010 für uns nur lauten: Carpe annum!


Share

Banner

FacebookMySpaceTwitterDiggDeliciousStumbleuponGoogle BookmarksRedditNewsvineTechnoratiLinkedinMixxRSS FeedPinterest

Wer ist online

Aktuell sind 17 Gäste und keine Mitglieder online

News

  • First parts of the content of this website are now available in english language. In the upcoming time we will translate more and more of the vital economic informations we offer on our pages into various languages. In the moment the following articles are at your disposal:

    Our mission
    The problem
    The solution

Zum Seitenanfang