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Es ist geradezu grotesk: Unter dem Titel „Haben Sie noch DM im Schrank?“ finden wir heute die Meldung, dass – laut Bundesbank – nach wie vor 13,9 Milliarden D-Mark „im Umlauf“ sind.

Machen wir uns nichts vor! Solange selbst unsere „Währungshüter“ Opfer der „babylonischen Sprachverwirrung der Ökonomie“ sind, dürfen wir auf ein Ende der Wirtschaftskrise nicht hoffen.

Kein Wunder daher, dass die Meldung über die gehorteten Milliarden flankiert wird von folgenden Nachrichten: „Arbeitslosenzahlen steigen stark an: Das dicke Ende der Finanzkrise kommt noch“ und „Kuriose Sparpläne der Kommunen: Kaltes Wasser im Hallenbad und teurere Bestattungen“ sowie „Warnung der Bundesbank: Banken drohen bis zu 75 Milliarden Euro an Kreditausfällen“. Passen diese Meldungen zusammen? Wir meinen: Ja – wie die Faust auf’s Auge!

Es hat nichts mit „Neid“ zu tun, wenn wir feststellen, dass es die „Faust der Reichen“ ist und das „Auge der Armen“, die hier aufeinander treffen – denn das, worum es uns geht, ist das „Aua“ von Staat und Gesellschaft! Und dieser Schmerz wird sich in den kommenden Jahren unweigerlich weiter steigern bis hin zu einem allgemeinen Heulen und Zähneklappern, das sich die Meisten von uns heute noch gar nicht vorstellen können. Genau darin liegt nämlich der Grund, warum die Lösung, die doch schon lange genug „auf dem Tisch liegt“, noch nicht zum Wissen der Allgemeinheit gehört: Es geht uns noch zu gut!

Doch das wird sich ändern! Dies ist keine „Prognose“, sondern eine „mathematische Gewissheit“. Daran kann keine Regierung, keine Zentralbank, kein Konzern und ganz gewiss kein „starker Mann“ etwas ändern. Zugegebenermaßen macht es Angst, die einzige Hoffnung auf rasche Verbreitung des notwendigen Wissens im Prozess des wirtschaftlichen Niedergangs und in der voranschreitenden Verelendung vieler Menschen zu erkennen – zumal noch nicht einmal sicher ist, dass der „Homo sapiens“ seinen Namen tatsächlich verdient und wir dereinst im historischen Rückblick werden sagen können, dass er „aus Schaden klug geworden“ ist. Aber genau diese Hoffnung dürfen wir auch keinen Fall aufgeben – sie stirbt tatsächlich zuletzt!

Denn „so dumm“ können doch unsere Zentralbanker und auch unsere Politiker nicht sein, dass sie tatsächlich glauben, uns immer wieder die gleichen „ollen Kamellen“ auftischen zu können, oder? „Heute hortet doch niemand mehr Bargeld“, lautet eine dieser „ollen Kamellen“. Nun ja… wer die „verschwundenen D-Mark Milliarden“ als „im Umlauf“ bezeichnet, der vermag wohl tatsächlich nirgendwo „Hortung“ zu erblicken.

420 Millionen 500-Euro-Scheine hatte die Europäische Zentralbank im Jahr 2006 ausgegeben. Im Jahr 2007 waren es 453 Millionen und 2008 bereits 530 Millionen Scheine, die „im Umlauf“ waren. Der „Gesamtwert“ dieser Scheine stieg also in diesem Zeitraum von 210 Milliarden Euro auf 265 Milliarden. Frage: Haben Sie Ihr Konsumverhalten in diesem Zeitraum geändert? Haben Sie persönlich 2008 wirklich mehr 500er-Scheine benötigt als 2006?

Die überwiegende Menge der Leser dieses Textes dürfte in den vergangenen fünf Jahren ziemlich exakt die gleiche Anzahl von 500-Euro-Scheinen benutzt haben – nämlich 0. In Worten: Null! Frage: Wer benötigt also diese Scheine? Glauben Sie ernsthaft, dass ein großer Konzern seine Zulieferer in bar entlöhnt? Wohl kaum. Wo also sind all diese 500-Euro-Scheine, wenn es doch – wie jeder weiß, der mal ein paar dieser Banknoten in der Hand gehabt hat – richtig schwierig werden kann, damit einzukaufen! Obwohl sie „offizielles Zahlungsmittel“ sind und daher, den Buchstaben des Gesetzes zufolge, unter „Annahmezwang“ stehen, weigern sich nicht nur Tankstellen, diese Scheine zur Bezahlung anzunehmen. Wo also sind sie?

Vermutlich in den gleichen Schränken – mit denen wohl „Kassenschränke“, also Tresore, gemeint sein dürften – in denen sich, laut Bundesbank, auch die DM-Reserven befinden. Denn dass es sich nicht um die „Schränke“ in den Wohnungen der Hartz-IV-Bezieher handeln wird, dürfte einleuchten.

Wie nun diese „gehorteten Milliarden“, die als Kaufkraft im Wirtschaftskreislauf fehlen, zu den Meldungen über das „kalte Wasser im Hallenbad“ und die drohenden „Kreditausfälle in Milliardenhöhe“ passen  – das lesen Sie auf unseren Internetseiten. Lassen Sie sich nicht von der Sprachverwirrung unserer „Experten“ und Politiker in die Irre führen! Gehen Sie den Ursachen auf Grund und tragen Sie mit dazu bei, die Dinge klar beim Namen zu nennen. Das ist die wichtigste Aufgabe im Jahr 2010!

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