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Führende US-Ökonomen sind auf den glorreichen Einfall gekommen, dass etwas mehr Inflation einige Geldprobleme lösen könnte.

Und Fed-Chef Bernake stimmt ihnen im Grundsatz zu, befürchtet jedoch den zu erwartenden Vertrauensverlust der Öffentlichkeit in „den Willen der Zentralbanker, einem weiterem Aufwärtsschub der Inflation zu widerstehen“.
Wie weit kann ein Mensch daneben liegen, ohne für irrenhausreif erklärt werden zu müssen? Niemanden interessiert des Zentralbankers „Wille“! Allein seine Kompetenz ist gefragt – und das Gefühl, in selbige vertrauen zu können, haben immer weniger Menschen.

Für Amerikas oberste Geldhüter ist „das Verankern der Inflationserwartungen“ ein „im Laufe von drei Jahrzehnten hart erarbeiteter Erfolg“ – wie es in offiziellen Fed-Texten heißt. Und nun kommt Bernankes Währungswelt, wie auch die der Herren Trichet, Weber und wie die anderen Notenbanker auch heißen mögen, schwer ins Wanken. Was man als „fest verankert“ glaubte – die so genannte „dosierte Inflation“ – erweist sich plötzlich als nicht mehr steuerbar. Geldpolitisch auf Inflation zu setzen, erscheint dem einen oder anderen „Geldmacher“ dann allerdings doch wie das „Spiel mit dem Feuer“ – und dies zu Recht!

Aber nichts tun, geht auch nicht. Denn wenn es keine Inflation gibt, dann gibt es eben Deflation – obwohl man in „Währungshüterkreisen“ eine „schwere Deflation“ derzeit für ausgeschlossen hält. Der IWF-Ökonomen Blanchard attestiert dem „stabilen Geld“ sogar Jobvernichtungsfunktion.

Wie kann man all diese „Experten“ in Währungsfragen aufschlauen? Wo soll man da nur beginnen? Es ist, als ob man eine Bande 60jähriger ABC-Schützen vor sich hat, die fest von dem eigenen Können überzeugt ist und unter keinen Umständen den Gedanken zulassen will, dass die Währungswelt völlig entspannt ohne Inflation und Deflation gestaltet werden kann. Für diese Männer steht außer Frage, dass man nur zwischen der ökonomischen Eiszeit, die eine Deflation nach sich zieht, oder eben dem Verbrennen der Vermögen im Inflationsofen wählen kann.

Wir dürfen solche Menschen nicht mehr lange dort lassen, wo sie sich gerade befinden – in führenden Positionen in den Notenbanken.

Wer bezüglich eines guten Tauschmittelsystems nicht einmal auf den Gedanken kommt, dass die feste Relation zwischen angebotener Warenmenge und umlaufender Geldmenge nur durch eine präzise Geldmengensteuerung hergestellt werden kann, der hat eindeutig nichts im Geldgeschäft zu suchen. Ein Kfz-Mechaniker, der noch nie etwas von Bremsen gehört hat, würde doch auch nicht lange im Autoreparaturgeschäft überleben.

Leute wie Blanchard, Bernanke, Trichet oder Weber können sich nur deshalb so lange im Amt halten, weil sich im Volk noch nicht genügend herumgesprochen hat, dass es sehr wohl möglich ist, ein inflations- und deflationsfreies Geld zu etablieren. Eine Währung eben. Beim Geldgeschäft ist es wichtig, dass wir zunächst einmal und im wahren Sinne des Wortes „zur Besinnung“ kommen. Was ist Geld und welche Dienste soll und kann es uns erweisen? Wenn wir im Geld das ideale Tauschmittel erblicken, das es nun einmal ist, dann müssen wir doch nur sicherstellen, dass diese Tauschmittelfunktion dauerhaft erhalten bleibt. Wenn dies offensichtlich nicht möglich ist, dann müssen wir genau forschen, was denn die Tauschmittelfunktion des Geldes stört, beeinträchtigt und zunehmend unmöglich macht. Dann werden wir recht schnell darauf kommen, dass es die so genannte „Wertaufbewahrungsfunktion“ des Geldes ist, die den Geldschein aus dem Verkehr zieht und die Tauschgeschäfte immer mehr erschwert. Dabei kann man mit Geld doch nicht wirklich „Werte aufbewahren“ – denn welche Werte sollten das sein?

Geld bildet immer nur den „Wert der Produkte“ ab, die man mit ihm eintauschen kann. Dazu ein einfaches Gedankenspiel. Nehmen wir einmal an, alle Menschen würden nur in Bargeld sparen. Wenn die Sparquote 10 Prozent des Volkseinkommens beträgt und das Volkseinkommen von der Größe her dem Bruttosozialprodukt entspricht – das Volkseinkommen also alle Waren und Dienstleistungen eines Zeitraums exakt tauscht –, dann muss jedes Jahr 10 Prozent des vorhandenen Bargeldes (welches jetzt unter Kopfkissen und in Tresoren liegt) nachgedruckt und in den Kreislauf gegeben werden, um einer ruinösen Deflation zu entgehen… oder die Wirtschaftsleistung müsste um 10 Prozent sinken – was niemand wirklich wünschen kann. Wenn aber die Wirtschaftsleistung gleich bleibt, hieße dies, dass nach 10 Jahren exakt soviel Bargeld „gehortet“ wird, wie für den Tausch des Bruttosozialproduktes benötigt wird. Was ist jetzt der „Wert“ dieser Scheine? Kämen alle diese Scheine auf einmal auf den Markt, würden sich die Preise von einem Tag auf den nächsten verdoppeln – beziehungsweise der „Wert der Scheine“ halbieren.

Das kann ja wohl nicht Sinn und Zweck des Sparens sein! Wir können aber sehr wohl den „Nutzen von Geld“ verstetigen und dieser Nutzen liegt eben ausschließlich in seiner Rolle als Tauschmittel! Dazu müssen die Geldscheine umlaufen und nichts von dem ausgegebenen Geld darf irgendwo versteckt und „gehortet sein“. Denn das macht keinen Sinn – im  Gegenteil.

Weil unser Geld aber sehr gut dazu taugt, dass man es „zur Sicherheit“ irgendwo bunkert, wird es auch so gemacht. Und schließlich bringt ein solches Geld, das man dem Wirtschaftskreislauf legal entziehen kann, gute Zinsen. Die  bekommen die „Geldzurückhalter“ dafür, dass sie das Geld dann doch wieder der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Weil sie das zurückgezahlte Geld inklusive der zurückgezahlten Zinsen in der Regel schon wieder „übrig haben“, entsteht der Zinseszinseffekt. Da dieser aber eine Exponenzialfunktion darstellt, bedeutet er den „Tod jeder Volkswirtschaft“ und zwar - langfristig betrachtet – mit einer mathematischen Wahrscheinlichkeit von exakt 100 Prozent. Diesen Erkenntnissen zufolge müssen wir dem Geld seine Wertaufbewahrungsmöglichkeit nehmen und das Geld sozialisieren. Dringend!

Wenn der Geldschein an sich „wertvoll“ bleibt und nicht auf das reduziert wird, was er auch tatsächlich ist – ein bedruckter Zettel, der sich bestens dazu eignet Waren- und Dienstleistungen auszutauschen – dann werden unsere Ökonomien immer nur zwischen „Deflationseiszeit“ und „Inflationshöllenfeuer“ schwanken. Was davon wollen uns Bernanke und Konsorten denn nun antun? Wie können diese Leute nur auf die Idee kommen, dass eine Inflation eine mögliche Option wäre? Die Enteignung der Sparer und der vollständige Vertrauensverlust in das Tauschmittel! Wie soll denn die Welt dann aussehen? Sind diese Menschen von allen guten Geistern verlassen?

Wie will denn Bernanke in seinen Tank füllen, wenn das Ölgeschäft nicht mehr funktioniert? Und was will er seiner Familie auftischen, wenn das passiert? Glauben er, Trichet, Weber und Konsorten ernsthaft, dass sie mit heiler Haut davon kommen werden? Vermutlich. Dies ist aber ein Irrtum, den nicht nur sie, sondern wir alle teuer zu bezahlen haben werden. Dabei bräuchten wir, wenn das Geld von Grund auf richtig gemacht ist, zukünftig keine Währungskrisen mehr zu befürchten. „Von Grund auf“ heißt, dass bereits der Geldschein richtig gestaltet sein muss.

Wenn Bernanke das nicht begreift oder begreifen will, dann müssen wir ihm irgendwie klar machen, dass wir auf ihn und seine Kollegen in Währungsfragen vollständig verzichten – können, wollen und auch müssen! Wir werden nicht untergehen, weil wir inkompetente und vom Zinsgeld korrumpierte Notenbanker haben. Wir werden aber untergehen, wenn nicht genügend Leute aus der Bevölkerung die Sache mit dem Geld verstehen. Genauer gesagt: Wenn nicht rechtzeitig genügend Leute das drohende Desaster abzuschätzen wissen und sich das Wissen um die Lösung zu eigen machen. Schließlich ist das Geldmachen ja eine staatliche Aufgabe. Und wir wissen doch hoffentlich alle, wer der Staat in Wirklichkeit ist!

Wir vom Freiheitswerk verfügen über dieses Wissen und haben einen Plan. Wo sind die Leute, die daran interessiert sind, dass wir Menschen uns auf dem bekannten kulturellen und zivilisatorischen Niveau weiterentwickeln? Wir freuen uns über jeden, der uns bei dieser Aufgabe unterstützen möchte.

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