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Euroland, abgebranntDas stimmt zwar noch nicht ganz – obwohl es sogar der „Spiegel“ schon ahnt – doch bald wird es soweit sein, denn der Schwelbrand ist auf jeden Fall in vollem Gange und  nicht mehr zu löschen. Denn dazu bräuchten wir eine Feuerwehr. Die jedoch haben wir nicht. Nicht im Finanzbereich.

Bestenfalls aufgescheuchte, alarmierte und ständig tagende – dabei etwas bedrückt anmutende – „Krisenmanager“ aus Politik und Finanzwelt. Die neuesten Maßnahmen im Regulierungstohuwabohu der deutschen Regierung sind das Verbot von Spekulation auf fallende Kurse von Staatsanleihen und die Erhebung einer Finanztransaktionssteuer. Dazu fallen einem sofort einige Bilder ein.

Ein Bild vergleicht diese Maßnahmen mit einem Roulettetisch, an dem die Zocker plötzlich nicht mehr auf die Zahlen 10 und 34 setzen können. Wer damit nicht leben kann, der braucht nur an den Nachbartisch zu wechseln, da sind nämlich zwei andere Zahlen gesperrt. Business as usual. Doch mit Sicherheit wird sich im Casino zumindest ein unangetasteter Tisch finden lassen. Und wenn er im Hinterzimmer steht. Das Verbot wird die Zocker also nicht groß beeindrucken, verspricht doch das Ende eines bisher legalen Zockerspiels den spannenden Auftakt zu einem „beruflichen Abenteuer“, von dem die langweilige Gilde der Spekulanten bisher nur träumen konnte.

Bild Nummer 2 handelt von Kindern, denen man „Die Teletubbies“ verbietet – ihnen jedoch die Fernbedienung belässt und die Glotze weiter laufen lässt. Viel gewonnen ist damit wohl nicht, in punkto Erziehung.
Nun könnte man sagen, dass es gescheiter wäre, diese Maßnahmen nicht zu treffen. Das stimmt so aber auch nicht. Bei einem Schwelbrand hilft es zwar nicht, die Fenster aufzureißen, um an bessere Luft zu kommen, denn das „bessere Lüftchen“ wird das Feuer erst so richtig entfachen. Die Fenster geschlossen zu halten, um den Brand damit quasi zu ersticken, wird aber auch alle anderen von Sauerstoff abhängigen Lebewesen umbringen. Wie man es macht, macht man es also falsch.

Das Verbot der Spekulation auf fallende Staatsanleihen wird so oder so umgangen. Und darüber können wir uns sogar noch freuen, denn würde das Verbot wirklich ziehen und überdies noch die Finanztransaktionssteuer unumgänglich sein, würde das nur schneller zu jenem Punkt führen, den die Politiker und Finanzfachleute mehr fürchten als das „letzte Gericht“: Die Kreditklemme! Was, wenn die „Vermögensvermehrungsexperten“ die Kapitalgeber nicht mehr mit unglaublichen Renditen locken können? Ginge es uns besser, wenn sie der Wirtschaft kein Geld mehr zur Verfügung stellen würden? Auf keinen Fall. Also muss weiter gelogen und weiter gezockt werden, koste es was es wolle. Das gilt im wahrsten Sinne des Wortes.

Denn die Wahrheit und das wirkliche Ende der Zockerei würden sich vor uns auftun wie ein Höllenschlund, in dem so gut wie alles baden geht: Die Vermögen, die Arbeitsteilung, die Zivilisation, wir alle. Wer würde nicht lügen, dass sich die Balken biegen, wenn man an selbigem mit dem Hals in der Schlinge hängt? Doch so wenig ein Galgenvogel durch Lügen den Balken so weit biegen kann, dass es ihm das Leben rettet, so wenig wird uns die Augenwischerei und das verlogene Herumgepfusche unserer „Eliten“ retten.

Was die Berufseliten angeht, ist es sogar schon so weit, dass man in ihrer Bestechlichkeit das rettende Ufer erblicken soll: Adam Posen, Macher in der internationalen Geldpolitik, externes Mitglied der „Bank of England“, der britischen Notenbank, Berater von US-Regierung und europäischer Kommission, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und des japanischen Wirtschaftsministeriums, kurz ein überaus wichtiger Mann, sieht in der Käuflichkeit und Korruptheit der Politiker deren Kompetenz und Fähigkeit bewiesen! Einem aktuellen Spiegel-Interview mit Herr Posen ist das direkt zu entnehmen, wenn er uns Folgendes sagt: „Mittelfristig kann Politik durchaus viel ausrichten. Das zeigt schon die Tatsache, dass Finanzinstitute extrem viel Kraft und Geld für Lobbying investieren. Warum sollten sie das tun, wenn die Politik ohnehin nichts ausrichten kann?“

Leute, Leute – wir haben ziemlich große Probleme, wie Herr Posen – wahrscheinlich ohne es zu wollen – schwarz auf weiß belegt. Zum einen haben wir ein ungelöstes Währungsproblem, das sich bald wie ein Ungeheuer ausnehmen wird, das die gesamte Kultur verschlingen kann und – und das ist nun der wirklich hoffnungslose Teil der Nachricht – wir haben sogenannte TOP-Leute wie den „Mister Posen“ (der all jene repräsentiert, die berufsmäßig das Währungsproblem zu lösen hätten), die offensichtlich nach dem Motto reden: „Wie soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage?“

Würde man denn die Reputation eines Bauingenieurs, dessen Brücken von Anfang an Risse aufweisen und die ziemlich rasch einstürzen, dadurch retten wollen, dass man ihm zugute hält, dass er sich immerhin vorher von der Firma „Mafia-Zement“ ordentlich hat schmieren lassen? Nee. Alles, nur nicht das. Doch in der Bewertung und im Umgang mit unseren Finanzfachleuten und Politikern sollen wir genau dies tun. Als wären wir mit dem Klammerbeutel gepudert. Es ist eine Sache, dass nur vereinzelte und wirklich sehr wenige Menschen richtig Bescheid wissen über eine funktionierende Währung. Doch das wird sich ändern, einfach, weil es sich ändern muss – oder wir gehen gemeinsam unter. Schließlich hat es noch nicht einmal die – bekanntlich träge – „Masse der Bevölkerung“ nötig, ebenso offensichtlichem wie prominenten „Stuss“ auf den Leim gehen zu müssen.

Deshalb halten wir weiterhin nach Menschen Ausschau, die in der Lage sind, das Währungsproblem umfassend zu verstehen und gleichzeitig über so viele „überflüssige Millionen“ verfügen, dass mit ihnen dann beizeiten eine ordentliche Währung auf den Weg gebracht werden kann. Denn reiche Menschen sind zwar auch nicht klüger als arme Menschen, aber auch nicht dümmer! Daher sei jeder, der einen Multimillionär kennt, aufgerufen, diesen auf unsere Seiten aufmerksam zu machen.

Wer keinen Millionär kennt, ist aufgerufen, sich weiter inhaltlich mit Währungsfragen zu befassen. Denn aus dem anfänglichen „Kluges-Köpfchen-Hobby“ könnte sich – schneller als gedacht – eine reale berufliche Perspektive entwickeln. Übrigens eine, die dann mehr Leben retten wird als die gesamten Forschungsarbeiten von Alexander Fleming, dem offiziellen Entdecker des Penicillins.


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