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So richtig denkbar ist es nicht, dass die Vereinigten Staaten von Amerika das Wort „vereinigt“ über Bord werfen werden. In der Esoterik sagt man, dass alles, was der Mensch denkt, auch geschehen wird. Es wird Zeit zu lehren, dass auch das, was die Menschen üblicherweise nicht zu denken pflegen, passieren wird.

Viele Menschen glauben, dass es der politische Wille ist, der große Bündnisse schafft und die Mutter aller Unionen sei. Der „politische Wille“ hingegen ist wiederum ein Prozess innerhalb der Bevölkerung, der zuerst dort stattfindet – oft auch nur „gärenderweise“ – und sich dann mittels geeigneter Politiker Ausdruck verschafft. Wäre dem nicht so, dann hätten wir schließlich alle unsere Kaiser behalten und den anderen ihre Diktatoren belassen.

Nun ist der Moment in der modernen Geschichte gekommen, in dem wir alte Gewissheiten zügig einer integren Überprüfung unterziehen sollten und Realität von Dichtung, Illusion von Wirklichkeit, Einbildung von Tatsachen und Lügen von Wahrheit unterscheiden sollten. Es ist nicht der „politische Wille“, der selbständige Staaten zu Bundespartnern macht. Es ist nicht der politische Wille, der Bundesländer zu einem geeinten Staat formt oder einzelne Kommunen in Landkreisen aufgehen lässt. Es ist auch nicht die Geographie, die uns Menschen zu solchen Prozessen führt und auch nicht unsere gegenseitige Zuneigung. Glücklicherweise ist es auch nicht das Gesetz oder die „Ordre de Mufti“, die uns zum Zusammenhalt verdonnern und zwingen kann.

In den USA finden immer mehr Republikaner Gefallen an der Idee, dass ganze Bundesstaaten künftig den Bankrott erklären können. Währenddessen ruft der Demokrat Obama die Nation zur Geschlossenheit auf. Die Republikaner erkennen in der „Bundesstaaten-Bankrott-Option“ einen deutlichen Vorteil, wenn anschließend die einzelnen Staaten nicht zur Annahme von „Hilfspakten“ der US-Regierung gezwungen werden, sondern als Bankrotteure ihr Schicksal wieder selbst in die Hand nehmen können und entlassen dürfen, wen sie wollen, die Armenversorgung reduzieren können, selbst die Steuern erhöhen und vielleicht sogar neue Steuern einführen können - oder auch, sich einfach dem Meistbietenden aus den arabischen Ölstaaten andienen können. Man will einfach nur „Deals durchziehen“ können, ohne dass sich das Weiße Haus darum kümmern könnte oder dürfte.

Wenn man ehrlich ist, kann man das republikanische Ansinnen verstehen, denn die Hilfe aus dem Weißen Haus ist für die einzelnen amerikanischen Bundesstaaten in der Regel nicht besser und Erfolg versprechender als für die transatlantischen Staaten das Unterkommen unter die europäischen „Rettungsschirme“. Griechenland hat sich nicht getraut, dem europäischen Hilfsangebot zu widerstehen. Auch Irland nicht und Portugal wird es auf Dauer auch nicht vermögen.

Vielleicht gelingt es ja Texas, der US-Staatshilfe aus dem Wege zu gehen und es mit neuen Optionen zu versuchen. Solche Gedankenwege sind auch in Deutschland nicht unbekannt. Zumindest nicht in Baden Württemberg und Bayern, die sich sehr gut eine Existenz ohne den Länderfinanzausgleich vorstellen können. Das alles sind zwar naheliegende Gedanken, jedoch irrige. Und auch hierzulande sollte man sich schleunigst darüber klar werden, was die Welt „im Inneren zusammenhält“. Was hält Staaten in einem Bündnis zusammen? Was eint Kommunen mit Ländern? Wer oder was macht „Europa“. Doch wohl nicht unsere Europa-Abgeordneten? Was schafft Solidarität und ein geeintes Vorgehen und was lässt Solidarität zerbröseln wie alte Kekse?

Die richtige Antwort ist mal wieder völlig unphilosophisch, gänzlich amoralisch und total banal – mehr Prosa denn Poesie: Es ist die funktionierende Wirtschaft! Je besser die Wirtschaft für mehr Menschen funktioniert, umso friedlicher nimmt sich unsere gesamte Koexistenz aus. So einfach ist das. Die nächste intelligente Frage ist die nach den Bedingungen für eine funktionierende Wirtschaft. Und da sind wir beim Geld angelangt, mit dem man eine Währung machen kann. Ohne Währung ist auf Dauer kein Staat zu machen. Geld und Boden sind heute die Wirtschaftsfaktoren, von denen man anscheinend meint, sie auch nach über 6.000 Jahren in ihrer Machart und Verwaltung keiner Modernisierung unterziehen zu müssen. Ein Geld, das arbeitet, sowie Grund und Boden, die zum privaten Vermögen zählen, sind die ökonomischen Illusionen, denen wir bis heute erliegen. Geld kann man ja wenigstens noch mit ins Grab nehmen. Auch wenn das absolut töricht wäre. Doch das eigene Grundstück „mit ins Grab nehmen“ zu wollen, ist noch bekloppter. Natürlich „vermacht“ man alles den Nachkommen. Und die Nachkommen vermehren dann das Erbe, lassen ihr Geld für sich und den Clan arbeiten, genießen die Bodenrente, die ihnen völlig fremde Subjekte im Schweiß ihrer Angesichter erarbeiten. Millionenfach – sonst nennt man sie „Taugenichtse“!

Wer jedoch Milliarden macht – und dies ganz offensichtlich nicht mit einem ordentlichen „Stundenlohn“ zuwege gebracht hat –, der genießt höchste gesellschaftliche Anerkennung. Die Spitzenrepräsentanten unserer Probleme werden zu Tycoons, zu Ikonen und Idolen. Das – aber auch das Gegenteil davon – sind ein völlig unangebrachter Umgang mit menschlichen Wesen. Angebracht wäre ein Gespräch über ökonomische Zusammenhänge, über Ziele der Menschheit, über Kultur und das, was sie ermöglicht. Diese Gespräche können wir natürlich erst dann führen, wenn wir „Kleinsparer“ und „Auf-den-Lottogewinn-Hoffende“ uns vor Augen führen, was ein gesellschaftliches Gebilde tatsächlich zusammenhält und was nicht. Solange wir den Zinsmillionären und -milliardären, den Grund- und Großgrundbesitzern, einfach nur das Vermögen neiden und innerlich auch danach trachten – solange sind wir keine guten Gesprächspartner für die ganz Reichen! Wer glaubt, dass er das Stück Land unter seinem Keller auch „haben“ muss, und sich nicht mit dem „nutzen“ begnügen möchte, der kann der Familie, der halb München gehört, auch nicht auf die Sprünge helfen. Klar.

Dann brauchen wir uns aber auch nicht zu wundern, wenn selbst die hohe Politik von Leuten bevölkert ist, die keinen anderen Ausweg mehr sehen, als selbst eherne Bündnisse wieder aufzugeben und aus Gemeinschaften auszuscheren, um es „aus eigener Kraft“ schaffen zu wollen. Diese Politiker haben Recht, wenn sie in den derzeitigen „Gemeinschaften“ kein wirkliches Lösungspotential erkennen. Doch haben sie gleichzeitig auch Unrecht, wenn sie die Lösung in Aufspaltungs- und Teilungsprozessen erblicken. Es gibt nur eine dauerhafte und zukunftsfähige Lösung: Die Kombination von einem Tauschmittel, das sich als Währung verwalten lässt, mit einem gemeinschaftlichen Bodennutzungsrecht.

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