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Wundert es Sie etwa, dass Politiker von „normalen Menschen“ nicht mehr zu verstehen sind? Auf was für Ergebnisse wollen wir denn hoffen, wenn schon die Überschrift klar macht, dass wir uns in einer Endlosschleife befinden? Denn was bei „Star Trek“ amüsant ist, endet in der Realität unter Umständen tödlich – dafür liefert Japan gerade ein bedrückendes Beispiel.

Was müsste geschehen, damit die Welt zu einem sicheren Ort wird und es wieder ein Leben ohne das Damoklesschwert des atomarer „Super-GAU‘s“ gibt? Um bei der Wahrheit zu bleiben: Sicherheit wird es erst geben, wenn wir unser fehlerhaftes Geldsystem überwinden und die Rendite nicht länger das „oberste Gebot jeder Überlegung“ ist.

Die Energiemonopole repräsentieren jene Gruppe, die am aktivsten und konsequentesten den Vorteil zu nutzen trachtet, den ihnen das bestehende Geldsystem gewährt. Die Energiewirtschaft entwickelte sich historisch mit stark eingeschränktem Wettbewerb. In ihr wurden schon immer höhere Preise erzielt, weil die Zahl der Wettbewerber in allen Staaten künstlich eingeschränkt wurde. Dieser Vorteil wurde von Beginn an dazu genutzt, die dadurch möglichen „Knappheitsgewinne“ zu sichern. Deshalb gibt keine stärkere Lobby als die der Energiekonzerne. Der Staat ist mit diesen Konzernen derartig verfilzt, dass es nicht wirklich verwundert, wenn ausscheidende Politiker sich regelmäßig in den Aufsichtsräten der Energieriesen wieder finden. Fischer, Schröder, Clement… um nur ein paar Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit zu nennen.

Energiekonzerne bestimmen die Gesetzgebung, sind bei Personalentscheidungen auf höchster Ebene „behilflich“, unterstützen das Kartellamt bei seinen Entscheidungen, fördern den politischen Nachwuchs und „pflegen“ die Alten unter den Politikern. Megaprofite machen es möglich. Wen wundert es da, dass diese Politiker aus lauter Dankbarkeit für die Verlängerung der Laufzeit längst abgeschriebener Atomkraftwerke stimmten? Schließlich lässt sich so ein wahrhaft „extraordinärer“ Gewinn erzielen. Und so ist die Situation weltweit. Schließlich sind AKW’s – wenn man konsequent  die ungelöste Frage der Endlagerung ausblendet – die rentabelste Form der Energiebereitstellung. Allerdings nur, weil diese „faktischen Monopole“ die Gesetzgebung gleich mitkontrollieren – und einen ausreichenden Einfluss auf die Medien haben.
Solange wir aus diesen Gründen eine Technologie nutzen müssen, für deren Abfall wir keinerlei Konzept haben, ist jedenfalls keine Besserung in Sicht. Selbst wenn kein einziges AKW auf der Welt mehr in Betrieb wäre, wären wir nicht „auf der sicheren Seite“. Das produzierte Abfallmaterial macht im Zweifel sogar aus der sizilianischen Müll-Mafia so etwas wie hilflose Milchbubis. SPD-Chef Gabriel, Kanzlerin Merkel und Ministerin Künast können ausarbeiten lassen, was sie wollen: Wir kommen aus dieser Nummer so schnell nicht mehr raus! Nicht während dieser Regierungsperiode, nicht während der nächsten und auch nicht, wenn alle heute Geborenen so alt werden wie Johannes Heesters!

Dabei wäre es ein Anfang, wenn man diesen Umstand zunächst einmal einfach anerkennen würde. Man könnte sich dann viele hektische Aktivitäten und sinnlose Aufgeregtheiten ersparen. Auf der andern Seite würden naive Hoffnungen und irrwitzige Verdrängungen wie Seifenblasen zerplatzen. Der mentale Weg zum dringend gebotenen Nachdenken wäre dann etwas freier. Doch werden wir wohl erleben müssen, dass dies keine Partei, keine Bürgerbewegung, keine Öko-Energie-Lobby und auch keine anderen „Experten“ zustande bringen. Alle wiederholen, was sie schon immer gesagt haben – und die Regierung lässt ein paar neue Textbausteine schreiben, die sie gegen die alten austauscht und ab jetzt ständig wiederholt. Zum Denken kommt da keiner, da alle viel zu sehr mit dem „Rechthaben“, „Triumphieren“ und „Verteidigen“ beschäftigt sind.

Was denken wir vom Freiheitswerk im Angesicht der japanischen Katastrophe? Wie sehen unsere Vorschläge aus? Wir erkennen zunächst einmal an, dass das Problem der atomaren Verseuchung eines ist, das sich  mit keiner Maßnahme aus der Welt schaffen lässt. Selbst der schöne Spruch von der „Zeit, die alle Wunden heilt“ bekommt angesichts der Halbwertzeiten mancher radioaktiver Isotope einen leicht zynischen Charakter. Zumal ja das Risiko, dass anderswo weitere „GAU’s“ stattfinden, nicht aus der Welt ist. Das Damoklesschwert bleibt uns also erhalten, selbst wenn alle Meiler überprüft und technisch auf den besten Stand gebracht werden. Gerade deshalb könnte es der Welt weiterhelfen, wenn sie verstünde, warum „um Himmels Willen“ wir uns auf solch eine Horrortechnik einlassen. Was treibt die Energiewirtschaft dazu, diese Energie zu präferieren? Wieso kann man in den Chefetagen der Stromkonzerne den regenerativen Energien so wenig abgewinnen? Haben Strombosse keine Kinder?

Natürlich ist es zum einen der Gewinn, der zu gering ausfallen würde, wollte man ganz und gar „in Sonne und Wind machen“. Zum anderen geht es auch um die Sicherstellung der „Grundlast“, auf die wir alle angewiesen sind, wenn wir so weiterleben wollen, wie wir es gewohnt sind. Die Gewinne würden geschmälert durch hohe Investitionen und einen hohen Wartungsaufwand mit viel kostenintensiver „Manpower“. Dies könnte die Gewinne sogar so weit schmälern, dass unterm Strich nur noch rote Zahlen stünden, die bekanntermaßen keine Dividenden zahlen! Wer würde sein Geld schon in Projekte investieren, die keine Zinsen bringen und bei denen die Rückzahlung der Kredite frühestens in 20 Jahren in Aussicht steht?

Selbst wenn die gesamte Energiewirtschaft und die vielen Millionäre, die sie ernährt, es plötzlich mit der Angst zu tun bekämen und alle ihre Geldsäcke ihrem „zu 100 Prozent öko-bewussten Nachwuchs“ hinterlassen würden – der ja dann mit dieser Erbschaft eine regenerative Energieversorgung aufbauen könnte –, würde dies nicht geschehen. Und das liegt am Geld selbst! Besser gesagt: An seiner Konzentration. Am Monopolismus, sozusagen.

Eine ungefährlichere Energieversorgung wäre auch dezentral. Sie würde sehr viele Baumaßnahmen erforderlich machen, sehr viel unterschiedliche Ingenieursleistungen erfordern, viele verschiedene Zulieferbetriebe, viel Schallschutz, viel Elektrotechnik, viele PC-Programme, viel Steuerungstechnik, viel Zement – und alles müsste vom Feinsten sein. Sichere, erlesene Materialien, 1 A-Verarbeitung, höchste Produktionsstandards, kurz: Das Beste vom Besten. Wo könne man das alles herbekommen? Wo sind die Firmen, die das bieten könnten? In Japan nun jedenfalls nicht mehr… doch findet man sie in Schleswig-Holstein oder Baden-Württemberg? Auch nicht zur Genüge! Zum einen hat es dort schon sehr viele „erwischt“ – insolvent, pleite, aus und vorbei – und die Verbliebenen sind nur deshalb bis heute „verblieben“, weil sie beständig an der Kostenschraube drehen. Und dieses Drehen an der Kostenschraube heißt wiederum: Weniger 1 A-Materialien und mehr Pfusch und Schlamperei!

Selbst wenn man es wollte – und sogar „politisch wollte“ –, könnte diese Pest nicht über Nacht ausgemerzt werden. Doch die Ursache für unsere globale Situation liegt hier begründet und wir hätten allen Grund, die Welt auf einen besseren Kurs zu bringen. Die Ursache für die Zerstörung von wirtschaftlicher Infrastruktur auf breiter Fläche hat nur eine Ursache – und die heißt: Zinstragendes Geld! Ob man das glauben will, oder nicht. Genauso wenig wie der Globus der Radioaktivität aus Fukushima aus dem Weg gehen kann, genauso wenig können wir den Problemen aus dem Weg gehen, die ein Geld mit sich bringt, das die notwendigen Anforderungen nicht erfüllt, die an ein funktionierendes Tauschmittel zu stellen sind.

Hätten wir schon vor Jahrzehnten erkannt, dass das Geld, so wie wir es kennen, auf Dauer zerstörend und monopolbildend wirkt, dann hätten wir uns gleich nach 1945 für eine ordentliche und professionelle Geldreform entscheiden können. Wobei in diesem Zusammenhang auch ein anderer Faktor noch genannt werden muss: Das private Bodenrecht. Denn ein „soziales Bodenrecht“ würde es den faktischen Monopolen unmöglich machen, die Knappheit des Bodens allein für sich zu nutzen. Schließlich geht der fehlende (oder stark eingeschränkte) Wettbewerb und der damit erzielbare Monopolgewinn – wie er sich historisch bei der Entwicklung der älteren technischen Versorgungsnetze (Telefon, Post, Wasser, Müll) eingestellt hat – auch stark auf das Konto des nicht vermehrbaren Bodens zurück.

Mit einer korrekten Geld- und Bodenreform wäre das nicht passiert. Mit sozialisiertem Geld und Boden wäre die gewaltige Anhäufung von Gewinnen in wenigen Händen vermieden worden. Der Kapitalzins für Investitionen hätte ein Niveau erreicht, dass „Sicherheit bezahlbar“ geworden wäre – und sie wäre so zur Selbstverständlichkeit geworden. Wir hätten dann heute eine mehr dezentrale Energieversorgung und würden auf das gesamte Spektrum an nutzbaren Energiequellen zurückgreifen können. Unsere Autos würden weniger Energie fressen und deutlich weniger Schadstoffe auspusten, als sie es heute tun. Alle Geräte bräuchten weniger Strom, die Häuser wären besser wärmegedämmt und fast alles sähe anders aus. Überall auf der Welt. Unter Garantie.

Nun aber sieht es gerade sehr mies aus. Doch wenn wir uns nicht endlich für einen nüchternen und klaren Plan entscheiden, wie wir unsere vielfältigen Probleme in den Status der „Lösbarkeit“ erheben, dann ist uns nicht zu helfen! Der klare Plan liegt in der Einführung eines Geldes, das nur als Tauschmittel fungiert und nutzlose, spekulative Kapitalanhäufungen unmöglich macht. Das Geld gehört in die Hände derer, die damit etwas „leisten“. Die gute, gesunde und sichere Produkte damit ermöglichen. In allen Bereichen. Doch so lange wir selbst noch die paar „Kröten“ an Zins für wichtig und erstrebenswert halten, so lange werden wir in Billigheim hausen und, wenn wir alt geworden sind, in Abbruchhausen unseren Lebensabend beschließen. Was diese „Perspektive“ angeht, wäre es absolut angebracht, wenn wir alle – und allen voran unsere Politiker – uns mal darüber Gedanken machten, wie sinnig es ist, das Tempo zu erhöhen, solange man noch in die falsche Richtung läuft!

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