.

 

Geld ist der Stoff, den wir häufigst benutzen und über den wir herzlich wenig wissen.


Das rächt sich spürbar in diesen Tagen. Aktien rauf, Aktien runter, Dax und Dow Jones mal auf Talfahrt, dann wieder dabei, sich zu erholen. VW–Aktie im Höhenflug, mehr Arbeitslose, weniger Arbeitslose, Rezession mal global, dann wieder nur lokal und regional, Banken auf, Banken zu, Preise rauf, Preise runter, Löhne unter aller Kanone, Lohnerhöhung kräftig, moderat oder ganz vertagt…Keiner versteht wirklich, was hier tatsächlich und ursächlich los ist, was gerade mit unserem Geld und mit unserer Wirtschaft passiert.
Geld taugt zum Spekulieren, Geld macht mehr Geld, Geld kann man für sich arbeiten lassen, man kann es unterm Kopfkissen bunkern, man kann damit gigantische Monopolunternehmen aufbauen, sich geeignete Presse und die dazugehörige Politik kaufen  und den Rest der Welt am ausgestreckten Arm verhungern lassen. Das alles kann man mit dem heutigen Geld machen. All das ist grober Unfug, böswillige Unterlassung und Irreleitung der Menschheit, Ausplünderung und Ausbeutung im größten Stile, fahrlässige Tötung oder hingenommene Massenvernichtung – je nachdem, wie hart man mit den Geldmachern und –verantwortlichen ins Gericht gehen will.
Dabei ist die Sache mit dem Geld relativ einfach: Geld ist Tauschmittel, um den Warenaustausch schnell, einfach und kostengünstig zu gestalten. Geld ist sogar nur Tauschmittel, und auch noch das beste, das es gibt. Eine geniale Erfindung. Fast genial, wenn noch eine klitzekleine Änderung an unserem heutigen Geld vorgenommen wird. Geld ist wie seit eh und je, allen anderen Waren gegenüber bessergestellt, es ist einfach besser, Geld zu besitzen als Äpfel oder Birnen. Selbst die dauerhaften Kanonenkugeln kommen irgendwann aus der Mode und haben keinen Wert mehr. Geld ist also der Superjoker, das Non plus ultra im Wirtschaftsleben, wer es hat, hat es gut und wer es nicht hat, kann auch nichts machen. Und dann bekommt der, der es hat auch noch immer mehr und zwar von denen, die weniger haben als er.
Geld muss also auf Augenhöhe mit den Waren kommen. Dann teilt sich die Menschheit und Gesellschaft nicht mehr in die Klasse der Vermögenden und Zinsgewinner – circa 5 % - und die Masse der Habenichtse, der stattliche Rest von 95%, die halt verlieren, was die 5 Reichen gewinnen.
Dem Geld muss der Dreistigkeitszahn gezogen, und den Geldbesitzer ihre Illusionen über das angeblich arbeitende Geld genommen werden. So klar es ist, dass nur Menschen arbeiten, so klar ist es auch, dass Geld nur als Tauschmittel taugt. Dann rollt der Taler, fließt der Kies und wirkt zu unser aller Wohle, die Kohle.
Bleibt es weiterhin besser als alle anderen Waren und Güter, dann ändert sich nichts am barbarischen Charakter des heutigen Geldes und führt uns am Ende auch tatsächlich in die Barbarei. Nach 6000 Jahren Erfahrungen mit Geld, sollte es der Menschheit nun doch endlich gelingen, sich selbst ein Geld zu verordnen, das Finanztsunamis, Spekulationsmilliarden, Inflation, Deflation, Hyperinflation, Konjunktureinbrüche, Ausbeutung, Krieg und hausgemachte Hungerkatastrophen in die Mottenkiste der Geschichte versenkt.


Das Wissen ist da, die Technik ist da, der Bedarf ist da. Was fehlt sind die Menschen, die sich des Themas annehmen, sich qualifizieren und in Geld- und Wirtschaftsfragen ausbilden. Geld-Helden braucht die Welt. Maul-Helden gibt es schon genug.

 

Share

Banner

FacebookMySpaceTwitterDiggDeliciousStumbleuponGoogle BookmarksRedditNewsvineTechnoratiLinkedinMixxRSS FeedPinterest

Wer ist online

Aktuell sind 71 Gäste und keine Mitglieder online

News

  • First parts of the content of this website are now available in english language. In the upcoming time we will translate more and more of the vital economic informations we offer on our pages into various languages. In the moment the following articles are at your disposal:

    Our mission
    The problem
    The solution

Zum Seitenanfang