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Das heutige Geld und das private Bodeneigentum sind die Eltern aller Monopole.

Verschwinden die Urmonopole Geld und Boden werden alle anderen Monopole unwirtschaftlich bzw. in den Dienst der Menschen gestellt, die produzieren.
Es gibt Monopole, deren Auflösung keinen Sinn machen würde. Ein Eisenbahnnetz sollte nicht im Wettbewerb mit anderen Eisenbahnnetzen stehen. Stromnetze und Telefonnetze, Wasserversorgungsnetze sind ebenfalls faktische Monopole. Im Gegensatz dazu stehen die verabredeten Monopole. Sie verdanken ihre Existenz dem Geld und dem privaten Bodeneigentumsrecht.
Auch wenn Monopole niemals absolut sind, haben sie eine lokale Marktbeherrschung erlangt, die sie ohne die strukturellen Fehler im Geld und Bodenrecht nicht erlangt hätten und die nicht notwendig ist. Ihre optimale Größe ist weit überschritten, sie sind oft unflexibel und anonym im Umgang mit Kunden. Die optimale Größe eines Unternehmens ist keine festgeschriebene Größe. Sie richtet sich nach der Geschwindigkeit der Informationsflüsse innerhalb derselben. Ein kleineres Unternehmen kann flexibel auf neue Bedürfnisse reagieren. Prozesse können schnell genug angepasst werden und der Arbeitsfluss wird kaum beeinträchtigt.
Bis in einem Riesenunternehmen alle Kompetenzfragen geregelt sind vergeht eine gewisse Zeit. Doppelarbeit und selten fairer Wettbewerb untereinander um den besten Platz an den Budgetkrippen verlangsamen die Reaktionsfähigkeit eines Monopols.

Das heutige ungesteuerte Geld schafft die Umstände, dass Gebäude, Schiffe, Fabriken, Maschinen, Anlagen, Technologien Realkapital sind und es auch bleiben. Das unfreie Geld sichert den Zustand des Mangels an Gütern, die benötigt werden. Schiffe, Flugzeuge, Schwerlastzüge, Maschinen, Anlagen… keine Sache kann als Kapital bezeichnet werden, die in ausreichender Zahl vorhanden ist. Ausreichend immer in Bezug auf den tatsächlichen Bedarf.

Wie drängt dieser Umstand hin zur Monopolbildung?

Kapitalismus ist die Wirtschaftsweise, die einen Mangel an bedeutsamen Gütern pflegt - und ohne Mühe pflegen kann - um damit leistungsloses Einkommen zu erzwingen. Die grundlegende Überlegenheit des Geldes über sein angebliches Pendant die Ware, führt zu einer asymmetrischen Entwicklung von Vermögen und Wirtschaftsleistung.
Diesem Nachteil versuchen einzelne Wirtschaftsteilnehmer dadurch zu entgehen, in dem sie die Vorteile des Geldes dafür nutzen, und damit andere Teilnehmer vom Markt fernhalten, sie als mögliche Wettbewerber unterdrücken.
Geld wird am liebsten für die kontrollierbare Mangelsituation ausgegeben. Herstellung und Verkauf von Dingen, die nützlich sind, sind nicht automatisch rentabel. Solange oder  erst wenn Konkurrenten fehlen, sind auch einfachste nützliche Dinge rentabel zu verkaufen. Rentabel können weniger Dinge verkauft werden, als verkauft werden könnten, wenn die Produktion wirtschaftlich in dem Sinne ist, dass alle Kosten außer Zinsen und Renditen (Tribute an das überlegene Geld) mit der Produktion gedeckt werden könnten. Ohne die Vormachtstellung von Geld und ohne privates Bodenrecht könnten wir uns 40 % mehr Produktion - bei geringerem oder weniger kritischem Ressourcenverbrauch - leisten.

Der Markt wird immer unter weniger Anbieter aufgeteilt, als Anbieter leicht davon leben könnten. Kein Mangel bedeutet, dass kein Tribut an den Besitzer der Sache (des Geldes) entrichtet werden muss. Und das von 90 % der Wirtschaftsteilnehmer in Form von Krediten benötigte Geld verweigert seinen Dienst, wenn der Mangel an Produkten und Produktionsmitteln (abgeleitetes Kapital) überwunden zu werden droht. Nur weil wir nicht einsehen, dass Geld und Waren keine wirklichen Äquivalente sind. Sterbliche, zum Verbrauch bestimmte Waren stehen dem Monopol Geld - das zudem noch außerhalb des Wettbewerbs stehen muss (niemand darf sich sein Geld drucken können) - gegenüber, das praktisch keinem echten Verschleiß unterliegt. Der einzelne verschlissene Schein kann in zwanzig Jahren noch gegen einen neuen eingetauscht werden. Versuche das mal jemand mit einem Auto. Den Vorteil lässt sich der kaufmännische Geldbesitzer in Form von Zinsen beim Tausch vergüten. Geld hat es nicht eilig, seine Funktion als Tauschmittel für die ewig den Produzenten drückenden Waren auszuüben, und bringt damit die Produzenten regelmäßig in Verlegenheit. Dies macht die Mehrheit gefügig in den Preisverhandlungen. Deswegen versuchen wir Produzenten sehnsüchtig ans andere Ufer (Geldbesitz) zu gelangen um dieser Situation zu entrinnen.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist es nicht nur sinnvoll, den Wettbewerber auf Distanz zu halten, sondern auch, ihn auszuschalten. Ziel der Produktion ist nicht nur die einfache Bedürfnisbefriedigung über den Weg der Herstellung von für den Tausch gedachten Erzeugnissen, Waren.

Der gleichzeitige Zwang für die Mehrzahl der Wirtschaftssubjekte, mehr Einnahmen zu erzielen, als für die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse geleistet wurde und ausgegeben werden könnte, bringt nahezu alle Wirtschaftsteilnehmer in eine Gefahrensituation. Jeder könnte zu denen gehören, deren Absatz deswegen stockt, weil das Geld nicht für alle reicht. Alle wissen das oder fühlen es. Dieser allgemein bekannten oder gefühlten Gefahrensituation begegnen die Marktteilnehmer je nach Erziehung und moralischer Befangenheit sehr unterschiedlich. Einige steigern ihre Leistungen, bilden sich weiter oder arbeiten bis zum Umfallen, um sich einen Vorsprung in diesem Spiel zu sichern. Andere ignorieren die Konkurrenz und schaffen es immer wieder, sich von ihr abzusetzen und sie auf Distanz zu halten. Wer genug Eigenkapital besitzt, hat die besseren Möglichkeiten gegenüber jenen, die hohe Finanzierungskosten auf die Preise umlegen müssen oder Kredite bereits mit Krediten bezahlen. Aber in Sicherheit ist bis dahin auch nicht der Eigenkapitalbesitzer. Der heutige Zwang, das für die Produktion geliehene zinspflichtige Geld zu vermehren - im Gegensatz zur bloßen Rückzahlung des gleichen Wertes - drängt alle Marktteilnehmer zur Ausbildung von Alleinstellungsmerkmalen. Jeder möchte am liebsten der einzige sein, der Mehreinnahmen erzielen kann. Jeder weiß instinktiv, dass nicht alle mehr einnehmen können, als alle in den Kreislauf zurückgeben. Und so weichen einige (immer mehr) auf die Natur aus. Wer zuwenig Land hat, der hat keine Fläche für wechselnden Anbau, der muss Böden auslaugen.

Erst wenn Marktteilnehmer versuchen, aktiv das Verhältnis von Angebot und Nachfrage zu beeinflussen, so dass sie einen Mangel an Anbietern und damit an Gütern aufrechterhalten oder erzeugen können, ergibt sich für diese aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein strategischer Vorteil. Mit den erfolgreich hoch gehaltenen Preisen, schaffen sie sich gleichzeitig den Puffer, um künftige Krisen zu überstehen. Deshalb lohnt sich der Einsatz von erzielten Überschüssen, um Maßnahmen gegen den Wettbewerb selbst durchzuführen. Die gezielte Ausschaltung von Wettbewerbern ist unter den bestehenden Geldstrukturen ein „evolutionärer“ Vorteil. Die Alleinherrschaft über eine Sache, über deren Verfügbarkeit, ist das ultimative Ziel kapitalistischen Wirtschaftens. Kapitalismus ist von Beginn an Monopolismus in dem Sinne, dass nach dieser Alleinherrschaft gestrebt wird. Geldbesitz fördert diese Bestrebungen und baut seine Macht damit aus. Unfreies Geld macht aus Wettbewerbern und Spielern Gegner und Krieger.
Wettbewerb
Wettbewerb ähnelt einem Spiel mehr als einem Kampf. Ein Spiel, bei dem der Sieger feststeht, weil er die Regeln festlegt und ändert wann immer es ihm passt, ist in Wirklichkeit kein Spiel. Wettbewerb auf der Basis von Chancengleichheit, Leistung und Qualität verdient diesen Namen eher. Weil Wettbewerb unter heutigen Verhältnissen in einen ungleichen Kampf mündet, ist er selbst bei Vielen in Verruf geraten und wird oft mit dem verwechselt, was wir heute sehen. Wettbewerb fördert Qualität. Existenzieller Konkurrenzkampf schadet ihr.
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