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Zwang ist das Gegenteil von Freiheit. Leben vollzieht sich unter Zwang. Zwang, zu essen, zu schlafen, zu atmen, auszuscheiden....
Freiheit bedeutet dem ‚Zwang zu leben’, keinen Zwang entgegen zu stellen. Zwang, nicht zu essen, nicht zu schlafen, nicht zu atmen …
Kann dem ‚Zwang, zu leben’, entsprochen werden, empfinden wir Freiheit.
Werden wir gehindert, die Bedürfnisse des Lebens zu befriedigen, dann empfinden wir Zwang. Behinderung von Bedürfnissen ist Zwang. Sprechen wir zunächst nur über ‚existentielle Bedürfnisse’.
Orientiert sich Leben an der Zielsetzung, das höchste Überlebensniveau für alle und alles zu erreichen, dann haben wir Ethik. Alle anderen Zielsetzungen laufen auf Zwang hinaus. Alle anderen Zielsetzungen, als die für alles und alle höchste Form des Daseins anzustreben, enthalten mehr oder weniger Zwang. Überlebensunfreundliche oder überlebensfeindliche Ziele repräsentieren Zwang. Dieser ist völlig unabhängig von formulierten Gesetzen. Selbst wenn Gesetze Dinge gebieten, die wichtige Bedürfnisse befriedigen sollen, kann ein Zwang vorliegen. Das Recht auf Kleinkinderbetreuung durch Krippen oder Kindergärten oder Tagespflegeeltern bleibt ein Versprechen, solange dafür keine entsprechenden Umstände vorhanden sind. Das Fehlen von Umständen kann Behinderung bei der Befriedigung von Bedürfnissen bedeuten. Zwang. Zwang an der Schaffung von Umständen mitzuwirken. Oder Zwang, etwas anderes zu tun, als auf einem hohen Niveau zu überleben.
Der größte Zwang geht, die meisten Zwänge im Zusammenleben von Menschen gehen vom Fehlen eines Zwanges aus. Das klingt paradox.
Das physische Leben ist auf Vergänglichkeit innerhalb von Zyklen programmiert. Es hat Freude daran, diese Vergänglichkeit zu verringern. Die Zyklen können in ihrem Verlauf variieren. Der Zyklus einer Eintagsfliege und der einer Schildkröte sind nun mal sehr verschieden. Doch es bleiben Zyklen. Werden und Vergehen. Wasser, Licht, Zellteilung, Zellalterung, Geburt und Tod. Ständiges Erschaffen zögert den Tod hinaus. Damit ist alles in Ordnung. Geburt und Tod gehören zum Leben. Auch ein später Tod.
Alles was in Übereinstimmung mit dieser Betrachtung liegt, dient dem physischen Leben. Alles was dieser Betrachtung zuwider läuft, behindert physisches  Leben. Zwang. Unfreiheit.
Mag Abraham 900 Jahre alt geworden sein. Irgendwann war seine Zeit gekommen. Zu gehen. Vergänglichkeit gehört zum Leben. Die Ewigkeit ist eine Kategorie außerhalb des physischen Lebens, eine Kategorie der Kultur. Kultur kann ewig währen. Sie ist die Klammer für immer wiederkehrendes physisches Leben. Organismen bekommen darin Chancen.
In einer hohen Kultur bekommen die Organismen viele und gute Chancen. Viel  Selbstbestimmung über Beginn, Ende und Verlauf des Lebens. Ihres Lebens. Ihres physischen Lebens. Eine Kultur ist hoch, wenn die Organismen sich frei entwickeln können. Sie können sich nur im Einklang mit der anorganischen Materie entwickeln und verwirklichen.
Sie können sich nur entwickeln, wenn sie die Gesetze ihrer Entwicklung, den göttlichen Plan entschlüsseln, der ihrem Dasein als Individuen und Teil der Kultur zugrunde liegt. Dieser Plan sieht vor, dass sie ihre vergänglichen und immer wiederkehrenden Bedürfnisse auf dem Wege der Spezialisierung und des freien Tausches untereinander befriedigen.
Nicht eine Produktion, jeder für sich, sondern jeder für andere, dass ist die arterhaltende Komponente. Egoismus führt darin zu einem gesteigerten Interesse an den Bedürfnissen der anderen.

Das gelingt nur mit einem dafür geeigneten Tauschmittel. Dieses braucht die gleichen Vergänglichkeitseigenschaften, wie jene Waren und Güter, für deren Tausch es sorgen soll. Soll es dem gleichen Zwang des Lebens unterworfen werden. Vergänglichkeit. Auf jeden Geldschein gehört deshalb ein Ablaufdatum, wie es in jeder Ware unaufgedruckt enthalten ist. Das ist die geringste Forderung, um Leben und Kultur zu erhalten. Die Kultur ist dem Untergang preisgegeben, wenn diese Äquivalenz zwischen Waren auf der einen Seite und Geld auf der anderen nicht bald hergestellt wird.

Die Besserness des Geldes sorgt automatisch für den Mangel, den Mensch für gottgegeben hält und mit allerlei unwirksamen Mitteln zu begegnen versucht. Geldzurückhaltung - sobald sie nicht im eigenen Mangel endet - wird unmittelbar mit wachsender Gefügigkeit des Produzenten belohnt. Wer Geld übrig hat, hat es nicht eilig mit dem Kauf.

Die Folge davon wären sinkende Preise. Da sinkende Preise - außer jene die durch Nachfrageverschiebungen zustande kommen - immer in der Katastrophe münden würden, und in der Vergangenheit - als man noch nicht über Nacht neues Geld in den Markt pumpen konnte - immer auch gemündet sind, muss dies entsprechend verhindert werden.

Zins und Inflation sind ständige unangenehme Begleiter einer modernen wirtschaftlichen Entwicklung, die es nicht vermocht hat, 2 Drittel der Menschheit aus elendigen bis stark unwürdigen Verhältnissen herauszuführen.

Der Zins sorgt dafür, dass nicht benötigtes Geld an den nächsten weitergegeben wird, was sonst nicht geschehen würde. Neues Geld (Inflation) sorgt dafür, dass wenn der Zins dennoch unter die magische Grenze von 2,5% sinkt, dieser wegen der erwarteten Preissteigerung wieder steigen kann.

Die Notenbank sichert mit ihren Geldfälschungen niemals mehr als den Zinsanspruch des Geldes. Die Folge  ist eine Umverteilung von Geld immer wieder hin zu denen, die es übrig hatten und es verleihen konnten und aus volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten auch verleihen sollten. Die Umverteilung folgt dabei einer Verdoppelungsdynamik und sorgt dafür, dass Bedarf und Geld strikt getrennte Wege gehen. Weil Geld weniger dem Zahn der Zeit ausgesetzt ist als die Waren es sind, die den Fluss des Geldes benötigen, um überhaupt zustande zu kommen.

Totes weil unsterbliches Geld verträgt sich nicht mit lebendigen weil sterblichen Waren. Es gibt kein Leben ohne Sterblichkeit. Totes Geld lässt die Kultur als Ganzes ersterben. Das was den Mensch zum Menschen macht.Machen wir das Geld lebendig und damit sterblich. Dann haben wir die Kultur, die ein Maximum an Freiheit für alle ihre Träger garantiert.

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