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{audio}mp3/03 Von der Zukunft.mp3{/audio}
Lassen Sie sich den Text vorlesen!
Es ward euch gesagt, dass die Tage, die im Dunkel eurer Vergangen­heit ruhen, euer Heute gestalten. Doch ich sage euch, dass diese Bürde von euch genommen ist und ihr wie fröhliche Kinder seid, deren Gegen­wart gefüllt ist mit ihren Wünschen und freudigen Erwartungen an das Morgen. Es ist euer Traum von der Zukunft, der die Tage zimmert wie ein Gerüst. Alles im Leben eilt nach vorne, die Schätze der Vergangen­heit im Gepäck. Menschen von Orphalese, macht eure Gedanken und Erwartungen über die Zukunft laut, zählt all’ diese Gedanken, sprecht sie aus und prüft ihr Wesen. Erkennt ihre Natur und lasst euch nicht von ihnen fesseln. Denn es ist Furcht, mit der ihr gen Morgen blickt. Doch die Zukunft ist das, was noch nicht stattgefunden hat und das Heute kennt unendlich viele Pfade, auf denen es dem Morgen entgegen­wandeln kann. Ihr seid jene, die das Ziel wählen. Mein Pfad eilt dem Glück, dem Wohlstand und der Freiheit aller Menschen entgegen. Und so habe ich all’ die Wege verlassen, die mich von meinem Ziel entfernen, auch wenn die Verlockungen und Bequemlichkeiten dieser Wege groß waren. In meiner Zukunft lebt der freie Mensch unter freien Menschen und weiß sich sicher genährt. Mit all’ seinen Kindern und jenen, für die er den Abend des Lebens wohl und leicht gestaltet. In meiner Zukunft ist die Spaltung des Menschengeschlechts vorbei.

Reichtum, den so viele mit ihrem Schweiß und Blut für nur wenige erschaffen und dabei verdorren, wie das Gras in der Glut der Sonne, wird es nicht mehr geben. Die Zukunft ernährt alle ihre Kinder und ihr alle seid die Kinder der Zukunft. Keiner wird des anderen Herrn oder Knecht sein, keiner des anderen Bezwinger. Keiner, der sein Leben lang mit leeren Händen dasteht und dessen Schüssel nur die Mildtätigkeit füllt. Keiner, der mit seinem Geist und seiner Hand schaffen möchte und es nicht könnte, weil ihm die Mittel fehlen oder er keinen Platz fände, um mit seiner Arbeit inmitten des Lebens als Geachteter zu weilen. In meiner Zukunft erleiden unsere Frauen nicht mehr das Schicksal der Bedrückten. Auch ihre Börsen sind gefüllt und niemand kann sich mehr an ihrer Freiheit und Klugheit vergehen. Unsere Kinder lohnen alle Investitionen und unsere Alten haben sich ihren Wohlstand redlich verdient.

Was zwischen Menschen geschieht, wird in meiner Zukunft auch weiterhin geschehen. Ihr könnt wie seit alters her Freud und Leid miteinander teilen und eure Wege mit Herausforderungen pflastern. Auch die Traurigkeit und das überschäumende Glück, der Gewinn und Verlust, der Zorn und die Vergebung bleiben in euch verwurzelt und sind die Baumeister eurer Schlösser. Doch niemand kommt auf die Erde, dessen Schicksal schon besiegelt ist, bevor noch der erste Schrei seinen Lungen entweicht. Niemand wird mehr arm und machtlos geboren und keinem Säugling werden mehr die Insignien der Macht als Vermächtnis des Vaters und der Sippe in die Wiege gelegt. Ihr kommt alle als das, was ihr seid und sein wollt und könnt es werden.

In meiner Zukunft sind die unsichtbaren Ketten von euch abgefallen. Der Friede wohnt in allen Ländern und jedem Menschen gehört die ganze Erde. Die Völker werden sich nicht mehr auf den vereinzelten Splittern der zerteilten Erde drängen und einander Einlass verwehren, oder sich mit Gewalt Einlass verschaffen. Euer Handel wird jede gewünschte Brücke bauen und euch überall im Kosmos ankommen lassen. Nichts wird euch zu schwer, zu weit oder zu teuer sein. Das ist die Zukunft, die ich vor mir sehe und von der ich zu euch sprechen will. Doch meine Zukunft kann nicht eure werden, wenn ihr sie nicht auch erwählt mit samt ihren Pfaden. Ihr könnt nicht auf den bekannten Routen eure Sehnsucht stillen. Immer tiefer führt euer Heute in den Mangel und das große Sterben.

Leute von Orphalese, entscheidet euch, für welche Zukunft sich das Leben lohnt. Wählt euer Ziel, das in der Zukunft liegt und lasst eure Schritte davon lenken. Wünscht nicht das eine und geht dem anderen nach. Verlasst die Schiffe aus fauligen Brettern, die euch bald im Ozean des Lebens untergehen lassen. Baut ein neues Schiff, das nicht mehr leckt und allen eine sichere Überfahrt gewährt. Betrachtet die Dinge, die von Jahr zu Jahr schlechter werden und entdeckt die wirklichen Ursachen für ihr Versagen. Findet heraus, wie alles zusammenhängt und erkennt, wie verlässlich die Wirtschaft funktionieren muss. Denn das Produzieren, das Kaufen und Verkaufen, das Sparen und Investieren, müssen wohl­gestaltet sein, um das goldene Jahrtausend anbrechen zu lassen. Betrachtet euer Geld und seht, wie es vor den Pforten des Paradieses steht und euch den Zutritt verwehrt. Seid fleißig und rege im Geist und prüft meine Worte. Entscheidet. Über die Zukunft und wie sie sich ereignen soll. Denn es geschehe euch nach eurem Willen.
 
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