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Grobeinteilung des Themas

Neben dem Komplex der Zwecksetzung gibt es noch einen Komplex der Begründung bzw. der Rechtfertigung.

So steht für die BGE-Befürworter fest, dass Erwerbsarbeit im Schwinden begriffen ist. Technologische Revolutionen hätten den Menschen im Produktionsprozess nun (fast) vollständig überflüssig gemacht. Die schwierigsten Arbeiten werden von Maschinen erledigt. Zunehmend auch die Planung und Entwicklung von Maschinen selbst. Weil dem so ist, wird es immer weniger von dem Gut geben, das allgemein als ein Arbeitsplatz bezeichnet wird. Deswegen könne der soziale Zusammenhang nur dadurch gesichert werden, dass  allen Bürgern das BGE ausgezahlt werden muss.

Ein dritter, nicht minder widersprüchlicher Komplex das BGE betreffend, ist die Frage der Finanzierung.

Bleibt der Komplex der verwaltungstechnischen Umsetzung, also Fragen wie, wer ist bezugsberechtigt? Wie wird das BGE ausgezahlt? Wie wird es angepasst, wenn die Preise steigen?
Die vielen „Wenns“ und „Danns“ oder „Sonsts“  bei solch einer politisch initiierten Maßnahme, der kein wirklicher Automatismus innewohnt, gehören eher zur technischen Ausgestaltung.

Zwecksetzung (beabsichtigte oder vermutete Wirkungen), Begründung (Möglichkeit und Notwendigkeit), Finanzierung und Umsetzung (Ausgestaltung) sind die vier großen Bereiche, auf die der Interessierte schauen sollte, um die Orientierung innerhalb der seit Jahren entstandenen Flut an Literatur zu diesem Thema nicht sofort zu verlieren.

Da die Finanzierung und Umsetzung sehr eng beieinander liegen, könnte die finanzielle Ausgestaltung und die technische Ausgestaltung auch allgemein unter Ausgestaltung zusammengefasst werden. Damit wären es dann noch drei Komplexe, die gegeneinander abgrenzbar sind: Zwecksetzung, Begründung und Ausgestaltung.

An zwei ausgewählten Beispielen soll hier aufgezeigt werden, auf welchem morschen Gerüst die sozial ausgezeichneten Absichten der BGE-Theoretiker beruhen.

Dazu betrachten wir zuerst die Frage der Existenzsicherung aus dem Komplex der Ausgestaltung.
Im Anschluss greifen wir noch die Begründung auf, die sich auf das Verschwinden der Arbeit stützt („Maschinen und Roboter erledigen die Arbeit“. „Der Mensch wird überflüssig im Produktionsprozess“).

Machen wir uns also an die Arbeit:  Betrachten wir die Forderung nach Existenzsicherung des BGE. Dies ist ein Riesenkomplex. Es geht schlicht um die Existenz. Circa 1 Milliarde Menschen auf unserem Planeten leben von ungefähr 1 Dollar Einkommen pro Tag. Also von 30 Dollar im Monat. Und sie existieren.

Der Begriff der Existenz ist ein Begriff, der so individuell, so subjektiv ist, wie ein Begriff nur sein kann. Während die meisten Europäer bei einem Kontinentetausch keine 3 Monate noch zu leben hätten, „existieren“ die „daran gewöhnten“ Menschen auf diesem Niveau etwas länger.
Die durchschnittliche Lebenserwartung in Afrika beträgt ungefähr 50 Jahre. Sie beträgt damit circa zwei Drittel der Lebenserwartung von Europäern, Amerikanern und noch weniger im Vergleich mit Japanern. Die Frage der Fairness zwischen Industrieländern und sogenannten Entwicklungsländern klammern wir an dieser Stelle noch bewusst aus.

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