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Das Thema der Existenzsicherung würde sich zum bürokratischen Moloch auswachsen, wenn es denn demokratisch bestimmt werden sollte. Oder es verfehlt bei weniger Bürokratie einfach die Zustimmung der Mehrheit. Denn fast jeder kennt eine Ausnahme in seinem Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis.

Damit wären wir dem Thema „Vermeintliches Ende der Arbeit“. ‚Arbeit’ allein im wirtschaftlichen Sinne ist wie die ‚Existenz’ eine ziemlich gigantische Kategorie. Was wird nicht alles als Arbeit deklariert.

Für den einen ist sie Mühsal (Steine klopfen, Masse * Weg / Zeit2), für den Nächsten ist sie Herausforderung (Steinmetz, LehrerIn), für andere ist sie Denken und Erkenntnis (ForscherIN), für einige ist sie die Lust selbst (SchriftstellerIn, SchauspielerIn, DrehbuchautorIn). Für die meisten wird sie eine Mischung aus all dem sein.
Für den, der nebenbei ein leistungsloses Zinseinkommen bezieht, ist Arbeit zudem noch ein Zeitvertreib und Spaß wider die Langeweile. Im Zusammenhang mit Arbeit ist fast jede bekannte Emotion denkbar. Von tiefer Beglückung bis hin zu nackter Angst. Arbeit ist nicht bloße Beschäftigung mit etwas.

Ist das Ergebnis der Beschäftigung nicht mehr für den Akteur selbst bestimmt und möchten es andere haben, besteht ein Bedarf. Dann muss nur noch Geld ins Spiel kommen und aus dem Hobby ist eine ganz normale Arbeit geworden.  Arbeit zielt im Gegensatz zum harmloseren Tun bzw. sich mit etwas beschäftigen auf etwas ab, das wir ‚Fertig’ nennen.
Das gewünschte und tauschbare Ergebnis einer Handlung ist das Produkt. Daher das Wort produzieren. Bei der Arbeit kommt es auf dieses fertigsein, auf die Fertig-Keit an.
Das Fertige ist nicht immer das bestmögliche. Und doch ist es besser als der beste Entwurf, der nicht fertig geworden ist. Unvollendete Werke kommen erst hundert Jahre später zu Ehren.

Aufräumen ist noch nicht Ordnung. Putzen ist noch nicht Sauberkeit. Sortieren ist noch kein System …

Warum ist der Zweck der Arbeit, etwas fertig zu bekommen? Etwas fertig zu bekommen, das andere gern nutzen möchten?
Das macht den Unterschied zwischen Hobby und Beruf. Arbeit zielt auf gewünschte verlässlich erreichte Ergebnisse. Auf tauschbare Ergebnisse.

Wer würde gern in ein Taxi einsteigen, wenn es unsicher ist, ob der Fahrer den Weg zum Ziel kennt, den man selbst nicht kennt? Selbst wenn man nicht dafür bezahlen müsste, im Falle des Misserfolges.
Wer würde gern für eine Sache bezahlen, die sich nach einigen Stunden oder Tagen als fehlerhaft und nicht brauchbar erweist?
Unsere Bedürfnisse richten sich immer nach den Möglichkeiten, den besten davon. Die Beispiele, wo Geld dafür gezahlt wird, dass jemand nichts, bzw. nichts „Schlimmes“ tut, ersparen wir uns jetzt. In einigen Fällen ist kein definierbares Ergebnis vorhanden.  Dort lässt man meist befristet jemand wurschteln, und beobachtet was dabei herauskommt. In anderen Fällen wurde ein anderes Ergebnis als das beabsichtigte erzielt.

Zurück zur Arbeit. Unsere Bedürfnisse richten sich nach den besten Möglichkeiten. Sie sind vielgestaltig. Mit meist nur einer Tätigkeit, bzw. deren Ergebnissen, versuchen wir die vielfältigsten Bedürfnisse zu befriedigen.

Diese Vermittlung zwischen der meist einen Tätigkeit bzw. ihren Ergebnissen einerseits und den mannigfaltigen Bedürfnissen andererseits, haben wir dem Geld übertragen. Wir benötigen ein Einkommen für unsere Bedürfnisse. Also bieten wir Leistungen/Waren an.
Ohne Arbeit gibt es kein Einkommen. Leistungslose Einkommen sind Einkommen, die aus den Leistungen anderer „legal abgezweigt“ werden können. Leistungslose Einkommen sind in Wahrheit Fremdleistungseinkommen (Zinsen/Grundeinkommen im Sinne von Pachteinnahmen). Ganz nebenbei haben wir hier den Hauptgrund angedeutet, warum die Einkommen und die Arbeit im Kapitalismus tendenziell so ungleich verteilt sind. Die einen haben die Arbeit und die anderen mehr und mehr das Einkommen. Der tiefere aber einfache Grund ist in unserer Geldverwaltung zu sehen.

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