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Jetzt versuchen wir uns Einkommen ohne Arbeit vorzustellen.
Was geschieht, wenn wir keinen ernsthaften Wert mehr auf fertige Produkte legen und stattdessen Geld auch für die unfertigen – vielleicht noch nicht mal begonnenen Tätigkeiten – ausgezahlt bekommen?
Mit unserer Tätigkeit – besser mit unseren Produkten - machen wir unser Geld erst wertvoll.
Fahren wir die Produktion zurück oder stellen wir sie vorübergehend ein, dann vermindern wir den Wert des Geldes, während sich der Wert der Waren, die noch vorhanden sind steigert.
Eine Preissteigerung ist eine Verminderung des Geldwertes. Jeder muss von den Scheinen jetzt mehr ausgeben um das gleiche zu bekommen. Sobald wir an diesem Gleichgewicht herumspielen, bzw. herumspielen lassen, treten Preisschwankungen auf. Sich Einkommen ohne verlässliche Produktion zu denken, gehört zu diesen Spielereien. Mit einer Preissteigerung erreichen wir jedoch nicht das Ziel der Existenzsicherung, selbst wenn es großzügig ausgelegt wurde. Denn nun reicht der einmal festgelegte Betrag plötzlich nicht mehr für d i e Existenz.

Wenn wir doch aber immer weniger Leute brauchen, die alles herstellen, was benötigt wird? Wenn nun die Arbeit wirklich nicht mehr alle braucht?

Selbst wenn für den Bau eines Hauses oder einer Pyramide oder eines Regierungspalastes nicht mehr 10.000 Menschen mit 20.000 Händen benötigt werden, bleibt doch die Frage, wer macht’s?
Wer darf, wer kann, wer muss?  Wer plant? Wer versorgt die Planer mit Werkzeugen (Computer, Software, Büro samt Ausstattung, Nahrung, Kleidung etc.)? Wer engagiert die Gewerke? Wer koordiniert sie? Wer baut den Kran? Die Kräne. Die anderen Maschinen und Fahrzeuge? Wer sichert den Bau finanziell ab?  Wer schult die Arbeiter? Wer entwickelt, testet und integriert die Prozesse und Verfahren, die Materialien? Wer überwacht die Risiken, wer wartet die Technik, wer füllt die Verbrauchsmaterialien auf?
Wer entscheidet, wer arbeiten muss, damit Einkommen erzielt werden können, die dann verteilt werden können?
Hier wird von den BGE-Aktivisten wiederum auf eine Selbstregulation vertraut. Der, der Arbeit hat, kann sie ja jemandem geben, oder verkaufen? Oder behalten und den anderen trösten? Hier driftet die Bewegung in völlig trübes Fahrwasser.

Arbeitsplätze sind von Innovationen und Geld abhängig. Fließt Geld, dann gibt es Innovationen. Gibt es Innovationen, dann wachsen Bedürfnisse. Oder der Aufwand für die existierenden Bedürfnisaufwendungen (Produktion) sinkt für alle gleichmäßig. Oder beides.

Der Begriff der Arbeitsteilung kommt nun ins Spiel. Die notwendige Arbeit wird buchstäblich geteilt. Gerecht geteilt. Das wäre die richtige Antwort. Jeder macht das, was er kann und was den Produktionsprozess weiter verbessert. Spezialisierung und Arbeitsteilung eben.

Doch damit werden ja wieder neue Kräfte frei. Na und?
Können wirklich fähige UnternehmerInnen, ErfinderInnen, KünstlerInnen irgendwann einmal genug MitarbeiterInnen bekommen? Entstehen nicht fortwährend neue höhere Bedürfnisse?

Wenn es vor 100 Jahren in Deutschland 20 Millionen so genannte Arbeitsplätze gab, so gibt es heute immerhin „noch“ 35 Millionen davon. Und das, obwohl doch die Technologien, die Industrialisierung quasi einen Quantensprung nach dem anderen gemacht haben. Wie geht das mit dem BGE-Erklärungsmodell zusammen?

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