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Die materiellen Bedürfnisse sind nicht beliebig erweiterbar und wollen oft auch nicht erweitert werden. Bescheidenheit ist nicht nur eine Zier, sondern auch eine Frage der Bequemlichkeit.
Warum 5 Fahrzeuge unterhalten, wenn der Künstler sowieso fast nur zu Hause arbeitet, oder wenn das öffentliche Verkehrs- und Kommunikationsnetz bestens ausgebaut wurde und oder die Arbeitsstellen quasi um die Ecke auf der Straße liegen. Eigentum verpflichtet weniger gegenüber anderen, als sich selbst gegenüber. Dinge, die nicht kontrolliert und gewartet werden, büßen nicht selten ihre besten Funktionen ein und stehen nur noch im Weg herum. Vorbei nicht nur der mögliche Nutzen – erst jetzt beginnen richtig die Scherereien – die sachgerechte Entsorgung.

Materielle Bedürfniserweiterung bedeutet in vielen Fällen kleiner, weniger, dafür aber besser und beständiger. Als die ersten Rechner in den siebziger Jahren gebaut wurden, da brauchte „jeder noch sein eigenes Kraftwerk“. Milliarden Watt. Gigawatt. Jetzt brauchen einige modernere und bessere als damals unter Volllast noch 40 Watt je Stunde. 0,000.000.040 Gigawatt.

Arbeitsteilung bei steigender Produktivität bedeutet nicht zwangsweise Bedürfniserweiterung. Die Arbeit kann weiter geteilt werden, auch wenn vielleicht etwas weniger davon da ist.

Doch wer würde schon freiwillig auf Teile seines Einkommens - seines möglichen Einkommens – verzichten? Das ist die spannendere Frage. Hier bricht das Vorstellungsvermögen der BGE-Leute spätestens - dafür aber vollständig - ab.

Und doch gibt es darauf eine zufriedenstellende Antwort. Einkommen ist ja nicht alles. Meditieren kann jeder auch ohne Einkommen. Schlafen, in der Sonne liegen oder Waldspaziergänge machen ebenso. So kann es bei hoher Produktivität ohne renditebedingten Wachstumszwang zu einer echten Bedürfnisssättigung kommen. Dann kann die Arbeit länger oder häufiger ruhen, ohne dass deswegen jemand kürzer treten muss. Im Gegenteil viele unserer Bedürfnisse lassen sich nur befriedigen, wenn die Arbeit ruht.

Kurze Zusammenfassung

Die Arbeit geht nicht aus. Bedürfnisse sorgen für eine Höherentwicklung. Immer mehr Tätigkeiten finden den Weg, eine „angesehene“ Arbeit zu sein. Im 19. Jahrhundert gab es kaum bezahlte Kindergärtnerinnen. Tageseltern gibt es auch noch nicht so lange. Der Beruf der Altenpflege war einst ehrenamtliche Kirchentätigkeit. Wer konnte sich vor 50 Jahren so etwas wie einen Programmierer oder eine Veranstaltungskauffrau vorstellen?
Die Verteilung der Güter und der Einkommen ist das, was völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Diese Fehlentwicklung kann nur behoben werden, wenn sie richtig analysiert wurde. Eine Scheinlösung mit einer Scheinbegründung, auch wenn sie gut klingt, nützt niemandem.

Eine Absatzkrise wie wir sie aktuell erleben – es ist auf keinen Fall eine Überproduktionskrise - hat mit einem sklerotischen Geldfluss zu tun. Der Austausch wird durch ein marodes Geldsystem, das auf dem Zins basiert spätestens nach 60 Jahren schwer behindert. Und zwar zunehmend.

Deswegen sind Modelle gefragt, die die Wurzel des Übels angehen. Um zu kollabieren, müssen wir einfach nur nichts tun. Ein falsches Modell wäre nur eine weitere Verschwendung bzw. Beschleunigung der zerstörerischen Vorgänge im Austausch.




 

 

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