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8. These
Ein BGE, das von der Bevölkerung durchgesetzt und als Grundrecht verankert wäre, würde echte Freiheit und Sicherheit für alle bringen. Eine Politik, die auf Angst und Zwang beruht, wäre dann nicht mehr möglich. So müsste sich niemand mehr vor seinem Vorgesetzten ducken aus Angst, seinen Arbeitsplatz zu verlieren. Auch könnten alle ihre politische Meinung frei äußern, ohne deswegen mit materiellen Nachteilen rechnen zu müssen. Nur durch diese Nichterpressbarkeit kann es echte Demokratie geben.


Antwort
Von der eigenen Duckmäuserei am Arbeitsplatz haben uns die SPD, CDU, FDP, die Grünen und die Linke zu befreien, indem sie uns mit einem bedingungslosen Grundeinkommen ausstatten!
Von dieser Forderung bis hin zur Beschwerde im Altenheim „Schwester, jemand hat mir in die Hose gepinkelt“ ist es nicht mehr all zu weit.

9. These
Die Befreiung der Menschen von der Existenzangst würde Spielräume schaffen, die eine Fülle an Kreativität hervorrufen können, welche wiederum zu neuen Ideen und Produkten führt und am Ende sogar der ganzen Wirtschaft nützt. Jeder könnte sich in dem Maße selbst verwirklichen, wie er es gerne möchte.

Antwort
Spielräume werden in Kindergärten geschaffen und genau dort rufen sie auch eine Menge an Kreativität hervor, führen zu neuen Ideen und auch Produkten. Die nützen allerdings erst nach einer gewissen Reifezeit der Wirtschaft etwas. Vom ersten selbst geschnitzten Messer bis hin zur Produktrevolution in der Schweizer Taschenmesser-Industrie liegen Entwicklungsprozesse, an denen mehr Menschen, mehr Kompetenzen, mehr Leistungen beteiligt sind, als gemeinhin angenommen wird. Doch auch schon zwischen dem ersten Sandkuchen und einem verkaufsfähigen Brot liegen für den Einzelnen unter Umständen gewaltige Herausforderungen, die er nicht alleine mit seinem Selbstverwirklichungswunsch bewältigen kann.


10. These
Die enorme Wirtschaftsleistung macht es heute möglich, allen ein Existenz sicherndes Grundeinkommen zu zahlen. Statt die Menschen durch sinnlose Arbeiten und mit teuren Maßnahmen ruhig zu stellen, sollte das Geld besser direkt und ohne Bedingungen ausgezahlt werden.


Antwort

Wenn sich die enorme Wirtschaftsleistung dereinst gänzlich von alleine erbringt, dann hat der Autor Recht. Bis dahin wird er wohl das Los von „ ihrer Zeit weit Voraus-Genies“ teilen müssen und hier und da für nicht ganz voll genommen werden.


11. These
Politiker und Ökonomen reden uns ein, dass das Geld knapp sei und deswegen überall gespart werden müsse. Es ist aber genug für alle da. Alle Grundbedürfnisse können leicht befriedigt werden, wenn der Reichtum besser verteilt wird.


Antwort

Ohne den Griff ins Portemonnaie der Geld- und Bodenbesitzer wird es allerdings nichts mit der besseren Verteilung des Reichtums. Entschädigungslose Enteignung nennt man diesen Vorgang. Bei aller Gewalt, die hinter diesem Ansinnen steckt, ist das Problem damit noch nicht einmal gelöst! Ohne die freiwirtschaftliche Reformen des Geld- und Bodenrechts entstehen immer wieder neue Vermögenskonzentrationen und die Umverteilung von der Arbeit zum Besitz hört niemals auf. Ob es besser ist, wenn die arbeitende Bevölkerung – aufgrund geraubter Zinsen – den gesellschaftlichen Wohlstand alle 20 Jahre neu erarbeitet oder alle 50 bis 60 Jahre in blutigen Revolutionswirren ihr Leben verliert, mag der Leser entscheiden.

12. These
Zur Finanzierung eines BGE sollten u.a. leistungslose Einkommen wie Kapitaleinkünfte, Pachteinnahmen und Monopolgewinne herangezogen werden. Dadurch würde genug Geld zusammen kommen, und es wäre durch die Umverteilung von oben nach unten eine gerechte Lösung.

Antwort

Was könnte die Bezieher leistungsloser Einkünfte dazu bewegen, die Spendierhosen anzuziehen? Ein nationales Gesetz? Wer könnte sie am Auswandern hindern, mit samt ihren Vermögen?
Doch vielleicht könnte es doch gelingen. Allerdings wäre es gut, wenn eine aussagekräftige Umfrage zu diesem Thema vorgelegt werden könnte, damit die Bürger sich ein Bild machen können, ob mit der Großzügigkeit des Kapitals zu rechnen ist oder eher Proskriptionen a la Cäsar das realistischere Szenario darstellen. Eine weitere Umfrage unter dem ärmeren Volk sollte gleich der Grad der Barrikadenlust eruieren, damit sich auch die Politik ein möglichst genaues Bild von den bevorstehenden Ereignissen rund um das BGE machen kann.

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